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Kategorie: LaGrand Blog

Außenwand eines Hauses wird gedämmt und abgedichtet, um einen nassen Keller zu verhinden. Davor befindet sich ein kleiner Garten mit einer Sitzbank.

Dichtes Dach, aber nasser Keller

Ein trockenes Haus wird primär mit einem dichten Dach assoziiert. Ein noch so perfektes Dach schützt aber nicht vor einem nassen Keller*. Hier kommt das Wasser nicht direkt von oben, sondern von unten und/oder von den Seiten. Undichte Stellen am Dach müssen nicht zwingend einen Wassereinbruch im Haus nach sich ziehen, aber im Erdreich gibt es kein Erbarmen. Je nach Lage des Hauses drücken die Wassermassen aus Grundwasser und einsickerndem Regenwasser mit enormer Kraft gegen Fundament und Mauerwerk. Undichtigkeiten werden hier zuverlässig bestraft. Aber meist nicht sofort mit einem kleinen Schadenbild, sondern sukzessive, um dann mit einem komplett vollgesogenen Mauerwerk oder gar gefluteten Keller zu überraschen.

*Das Wort “Keller” kommt aus dem spätlateinischen Cellarium, das in „Vorratskammer“ übersetzt werden kann. Der Ursprung liegt in Cella wie „enger Wohnraum, Zelle“. Wenn im Keller also keine Gefangenen à la Dunkelhaft gehalten wurden, dann diente er als kühle, dunkle Vorratskammer, die möglichst trocken bleiben musste, damit Schimmel nicht zum winterlichen Hunger führte. Wer in den vergangenen Jahrhunderten vor der Erfindung des (solarbetriebenen) Kühlschranks „kellerte“, der legte Vorräte an. Unsere Großeltern dagegen suchten Schutz im Luftschutzkeller. Wessen Wohnung oder Büro im Hochkeller liegt (mind. 50cm über dem Erdreich), der lebt oder arbeitet in einem Souterrain oder in der Tiefparterre.

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Prototyp der LaGrand Handwerk GmbH für ein Pflanzrohr als Fassadenbegrünung

Fassadenbegrünung ohne Risiko

Bis vor der Recherche zu diesem Artikel über Fassadenbegrünungen assoziierte ich mit dem Begriff “Klimatote” dramatische Flutkatastrophen, welche Küstenregionen von armen Ländern überfluteten und dadurch die dort lebenden Menschen entweder in den Tod rissen, oder zur Flucht zwangen – wodurch sie zu „Klimaflüchtlingen“ werden. Dieses Bild mag für einige Regionen der Welt sogar zutreffen, aber nicht für Deutschland. Hier gibt es kaum gefährdete (und schon gar keine armen) Küstenregionen. Dennoch viele Klimatote.

Klimatote durch Hitzewellen

Tatsächlich ist es das gleiche traurige Bild, das bei Corona-Toten die Ursachenklärung erschwert bis unmöglich macht. Alte Menschen, die zuhause aufgrund einer Hitzewelle alleine sterben und die erst nach Tagen gefunden werden. Das ist das reale Szenario des typischen Klimatoten in Deutschland. Es ist somit kein Wunder, dass die Berichte über Klimatote in Deutschland recht mager ausfallen. Wenngleich im Rekordsommer 2018 mit 20 Tagen über 30 °C allein in Deutschland ca. 20.000 Menschen aufgrund von Hitze starben.

„Ach, für mich könnte es auch in Deutschland im Sommer gerne um die 40 °C wie in Dubai sein.“ – Eine Mieterin aus Schwachhausen, nachdem wir ihrem Vermieter ein Gründach vorgeschlagen hatten. Es war an diesem Tag 30 °C heiß. In der hiesigen Wohnung. Überraschenderweise wurde aus der Begrünung des Daches nichts.

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Reale Detailaufnahme einer förderfähigen Dachsanierung mit einer Aufdachdämmung aus Holzfaser von Steico und dem Dachstein Rubin 11V von Braas

Förderung der Dachsanierung und das GEG

Falls Sie unter einem maroden Dach wohnen, durch das immer wieder Wasser ins Hausinnere dringt, dann könnte es sein, dass für Sie eine Dachsanierung in Betracht kommt. Allerdings geht ein neues Dach in der Regel auch mit einer neuen Dämmung einher. Vor allem, wenn im Zuge der Dachsanierung die Lattung und Schalung des Daches entfernt werden. Dann schreibt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) vor, nach neuesten Standards zu dämmen.

In vielen Fällen ist die Dämmung auch gewünscht, in anderen dagegen lassen die Vorgaben des GEG jedoch die Kosten für ein dichtes Dach explodieren. Da liegt es doch nahe, die Fördermöglichkeiten für die Dämmung des eigenen Hauses in Anspruch zu nehmen, oder?

Wie so oft im Leben greift hier erst einmal: Es gibt nichts geschenkt. Vor allem nicht vom Staat. Wie bei der Gründach-Förderung gibt es Geld nur gegen Forderungen – wobei hier nicht der Hauseigentümer im Vordergrund steht, sondern die Gesamtwirtschaft der Bundesrepublik.

Mit diesem Vorwort wagen wir uns nun durch das Dickicht von Gebäudeenergiegesetz (GEG) und einer förderfähigen Dachsanierung. Vorab noch eine kurze Aufklärung zu den Werten, mit denen hier jongliert wird.

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Sedum-Matten für eine Extensivbegrünung sind auf einer Palette gestapelt und für den Transport in Folie eingepackt

Förderung Dachbegrünung in Bremen – Der All-In-Artikel

An dieser Stelle könnte ich auf die tollen Fördermöglichkeiten hinweisen, welche die Bremer Politik für alle Hausbesitzer mit Wunsch nach einer Dachbegrünung geschaffen hat. Allerdings schöpft das LaGrand®-Blog von Praxiserfahrung, die man als Hausbesitzer nirgends sonst zu lesen bekommt.

Zudem ist das Thema Förderung für Dachbegrünungen bespickt mit Ausnahmen und Richtlinien, welche das Interesse an einem geförderten Gründach erstmal drücken. Mit einer Abhandlung à la „Mit einem Gründach haben Sie tolle Fördermöglichkeiten, sprechen Sie uns an!“ werden Sie zwar zu einem Verkaufsgespräch eingeladen, aber nicht unbedingt zu Ihren Gunsten informiert. Das widerstrebt dem selbst auferlegten Bildungsauftrag dieses Blogs. Darum erwartet den interessierten Leser mit den folgenden Zeilen ein entmystifizierender Lehrgang zum Thema „Förderung“ für Dachbegrünungen in Bremen.

Warum fördert die Stadt Bremen Gründacher?

Wie immer im Leben sollte man stets die Quelle hinterfragen. Vor allem, wenn es Geld zu “verschenken” gibt. Wie bei allen Förderungen unterliegt der Fördergedanke einer politischen Agenda. Während bei KfW-Förderungen primär die Bauwirtschaft und die Reduktion der Abhängigkeit von russischen Energie-Rohstoffen gefördert wurde*, so ist das Hauptmotiv bei der Förderung von Dachbegrünungen das Abwasser.

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Mauerabdeckung aus Titan-Zink als Abschluss auf einer neu gedeckten Dachtraufe vor einem Balkon

Mauerabdeckung auf der Balkonmauer

Eine Mauer ohne eine fachgerechte Mauerabdeckung ist ein All-You-Can-Eat-Buffet für Wassermoleküle. Befindet sich unter dem Gestein zudem Wohnraum wie bei einem Schornstein, einer Brand- bzw. Balkonmauer oder einem gefliesten Balkon, dann bringt der ungeliebte Gast namens Wasser seine ganze Familie mit und verlässt das Mauerwerk erst in Form von Schimmelsporen. Und wenn sich Wasser seinen Weg sucht, dann Schimmel seine Lungen.

Schimmelschaden im Wohnraum durch eine undichte Balkonmauer und Balkonoberfläche
Schimmel durch eine Kombi aus undichter Balkonmauer und undichter Balkonoberfläche

Und alles nur, weil sich unter Hauseigentümern ein hartnäckiger Irrglaube hält: Stein sei wasserdicht. Ist er aber nicht. Zumindest nicht unbehandelt – wie es beim normalen Ziegelstein oder herkömmlichen Steinmassen der Fall ist. Es gibt bedingt wasserfeste Steine wie Dachsteine oder einige Fliesen, aber keine wasserdichten. Jeder Stein zieht Wasser. Die Frage ist nur, wie viel Wasser notwendig ist, bis das Wasser Schäden im Hausinneren verursacht.

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Zwei Solarpanels mit 325WP von Heckert Solar auf einem roten Steildach in Bremen

Die smarte Solaranlage – eine Revolution beginnt

Den Kühlschrank (inkl. Tiefkühlfach), die E-Bikes, alle Akku-Geräte, einen kleinen Backofen und sogar die Waschmaschine mit der eigenen Solaranlage selbst im Falle eines Blackouts betreiben. Den eigenen Stromverbrauch von der Sonne finanzieren lassen. Einen Unterschied im Namen der notwendigen Energiewende machen. Was auch immer der eigene Beweggrund ist, den eigenen Strom per Solarenergie zu erzeugen, hat viele gute Gründe. Doch nicht jeder will oder kann ca. 20.000€ in eine große PV-Anlage investieren. Und das muss man auch nicht – wenn man stattdessen auf eine kleine Solaranlage oder gar eine Solar-Inselanlage zurückgreift. 

Der Begriff “Solar-Inselanlage” ist in Deutschland leider (noch) nicht geläufig. Höchstens unter Campern und in Ländern, in denen durch Naturkatastrophen und infrastrukturelle Instabilität das Vertrauen in das öffentliche Stromnetz (“Big Grid”) im humanitären Desaster enden kann. Der Begriff “Balkonkraftwerk” dagegen ist auf dem Vormarsch, allerdings irreführend, weil dieses 600Watt-Kraftwerk nicht unbedingt einen Balkon braucht. Ein kleiner Bereich auf dem Dach oder an der Fassade sind ebenfalls ideale Standorte für die kleine PV-Anlage – sofern es keine Verschattungen gibt.

Übersicht zur Funktion des deutschen Stromnetzes
©Wikipedia/Wikimedia im CC0 1.0 Universal (CC0 1.0)

Noch bedeutet “Solarstrom” für den Durchschnittsbürger (leider) vor allem ein mit Photovoltaik-Panels gepflastertes Dach, das sich erst nach 15-20 Jahren zu amortisieren beginnt, um dann nach 20-25 Jahren Sondermüll zu sein. Hinzu kommt die Bürokratie mit dem Finanzamt, denn die Einspeisung ins Hauptnetz ist durch die Einspeisevergütung (von aktuell ca. 6,5 €-Cent – Tendenz sinkend -) eine zu versteuernde Einnahme. 

Lohnt sich nur eine große Solaranlage?

Persönlich habe ich die Ökonomie hinter einer großen Anlage mit Einspeisung noch nicht verstanden. Warum sollte man rund 20.000€ auf seinem Dach parken, damit man es Centweise von seinem Stromversorger (hier in Bremen bspw. der SWB) über 15-20 Jahre zurückbekommt? Damit man sich nach all den Jahren über ein passives Einkommen in Höhe eines Kindertaschengelds (im Jahr 2022 ca. 20€ im Monat zzgl. der Ersparnis der Stromkosten) freuen kann? Nun ja, eigentlich muss man die Ersparnis dann schon wieder für die neuen Panels zurücklegen, denn die amortisierte Anlage macht von da an nur noch 5-10 Jahre mit.

Aber es gibt doch die Einspeisevergütung

Die Leistung der Panels nimmt mit den Jahren ab und parallel sinkt die Einspeisevergütung. Je länger man also die Anlage abbezahlt, desto schlechter. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 betrug die Einspeisevergütung noch 50 €-Cent, 2023 vermutlich nur noch knapp ein Zehntel davon. Und hier wurde die Inflation der letzten 20 Jahre noch nicht berücksichtigt. Die Einspeisevergütung rechnet sich vielleicht für Eigentümer riesiger Dächer, aber in meinen Augen nicht für den Eigentümer eines normalen Bremer Hauses, der sich lediglich an der Energiewende beteiligen, Stromkosten reduzieren, oder für den Notall vorbereitet sein möchte.

Warum nicht einfach eine sehr viel kosteneffizientere Solaranlage mit z.B. zwei Panels installieren lassen, die bei einer vierköpfigen Familie 50% des Eigenbedarfs an Strom decken kann, während man seine Ersparnisse in eine private Rentenversicherung, Aktien oder einen ETF steckt? Letzteres wäre vor allem sinnvoll, um zukünftige Reparaturen am Haus inflationsgeschützt zurückzulegen. Geld auf dem Konto fällt der Inflation zum Opfer. Eine Handwerkermaßnahme, die heute 2.000€ kostet, wird im kommenden Jahr vermutlich zwischen 2.200€ und 2.500€ kosten. 

Warum mangelt es hinsichtlich einer kleinen PV-(Insel-)anlage an Aufklärung?

Weil eine kleine Solar-(Insel-)anlage für einen Solaranlagenbauer mit Mitarbeitern in der Regel nicht lukrativ ist. Dieser braucht – wie ein Dachdeckerbetrieb mit einigen Mitarbeitern – das ganze Dach, damit es sich lohnt. Ob Ihr Geld dann wirklich verhältnismäßig investiert wurde, bleibt fraglich. Vor allem, wenn unter der neuen Solaranlage ein marodes Dach schlummert, dessen Dachsteine nur noch in Latten hängende Schwämme sind. 

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Maroder Schornstein mit Einsturzgefahr in Bremen Schwachhausen

Schornstein sanieren – die 18.000€-Falle

Ein Schornstein an einem Bremer Haus ist schon ein interessantes Bauteil. Dachdecker geben sich (idealerweise) größte Mühe, das Dach absolut fachgerecht zu sanieren. Keine Stelle darf Wasser ins Unterdach passieren lassen. Alles muss in die Regenrinne entwässert werden. Es kommen smarte (diffusionsoffene) Dachbahnen, eine Konterlattung und High-End Dachpfannen (Beton) oder Dachziegel (Ton) zum Einsatz, die natürlich geklammert und verschraubt werden (sollten), damit eine spätere Wartung oder Ursachensuche im Schadenfall umso aufwendiger wird. Zudem werden unzählige Dichtungsmassen angewendet, damit alles schön dicht wird. Am Ende ist das neue Dach drauf, alle sind stolz; der Kunde zahlt und glaubt, endlich ein sicheres Dach überm Kopf zu haben.

Schaut man aber genauer hin, fällt dem kritischen Betrachter am neuen Dach etwas Merkwürdiges auf. Das Dach ist komplett neu, aber der alte Schornstein ragt immer noch prächtig nackt in die Höhe wie zuvor. Auf die Verkleidung des Schornsteins hat entweder der Dachdecker oder der Kunde verzichtet. Entweder aus optischen oder finanziellen Gründen. Ein klassischer Fall von „am falschen Ende gespart“.

Neues rotes Dach mit altem Schornstein aus Backsteinen

Den Schornstein im alten Zustand zu lassen, obwohl das Dach erneuert wurde, ist noch fragwürdiger, als würde man die Fassade mit WDVS dämmen (Wärmedämmverbundsystem – ja, das haben die wirklich so getauft), doch die 100 Jahre alte Haustür drin lassen.

Warum ist es fahrlässig, das Dach zu erneuern, ohne den alten Schornstein zu sanieren?

Weil ein alter Schornstein ein Wassermagnet ist, der sich vollsaugt wie ein Schwamm und das Wasser an jeder neuen Bleischürze vorbeischleust wie Viehtransporter rauchbaren Rollrasen aus Holland. Schließlich werden 9,5 von 10 Kappleisten am Schornstein mit Silikon abgedichtet. Das wiederum wird schon nach 2 Jahren porös und löst sich vom Schornstein ab. Das ist dann so als würde man annehmen, die 2 Flaschen Bier im Festzelt laufen langsamer bis zur Blase, weil man den Gürtel enger geschnallt hat. Man stolpert bestenfalls nicht über die eigene Hose, wenn man im halben Bewusstsein ein öffentliches Toilettenrohr sucht.

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Dachdecker reinigt eine Regenrinne auf einem Haus mit einem Sicherheitsseil (PSA)

Regenrinne – ohne Reinigung hochexplosiv

Die womöglich fahrlässigste Versäumnis eines Hauseigentümers ist die Regenrinnenreinigung. Schade – fürs Konto und den Seelenfrieden. Eine chronisch volle Dachrinne verstopft auch kurz- bis mittelfristig das Fallrohr. Und ein verstopftes Fallrohr führt schnell zum nassen Mauerwerk oder bei älteren Fallrohren, die schnell zu Rissen neigen, auch gerne zu nassen Kellern. Dies sind teure Folgeschäden, die nicht nur Geld, sondern auch Nerven kosten. Hinzu kommt, dass die Versicherung bei dieser Art der Bauwerksvernachlässigung nicht einmal zahlt. Die Ersparnis von ausbleibenden Regenrinnenreinigungen schlägt folglich eines Tages in ein Minusgeschäft mit Dominoeffekt um.

Die stiefmütterliche Liebe zur Regenrinne

Vernachlässigte Regenrinne in Bremen mit Bäumen

Irgendwann platzt jedem Rohr einmal der Kragen. Eine detonierte Fäkalien-Pipeline im Hausinneren ist wohl das #1 Worst-Case-Szenario für jeden Eigentümer eines alten Hauses. Ein verstopftes bis gerissenes Fallrohr ist aber auch ganz vorne mit dabei. Ein verstopftes Fallrohr verwandelt die Fassade schnell in einen idyllischen Wasserfall, der im Wohnraum für beste Bedingungen hinsichtlich einer Schimmelzüchtung sorgt. Da man die Regenrinne aber nicht täglich begutachtet, weil man über zig andere Dinge nachdenkt, wenn man nach Feierabend vor seinem Haus steht, ist eine überfüllte Rinne ein toter Winkel. Und wer tigert schon bei Regen nach draußen, um die Außenentwässerung seines Hauses zu prüfen? Genau. Darum genießen die Kollateralschäden einer verstopften Regenrinne meistens Jahre, bis sie ihre teuren Konsequenzen offenbaren.

Versicherungen zahlen nicht bei Schäden, die verstopfte Regenrinnen als Ursache haben

Ja, die Regenrinnenreinigung zu vernachlässigen, ist zu einfach, um es nicht zu machen. „Was soll schon passieren? Selbst wenn das Fallrohr mal verstopft, dann rufe ich jemanden, der das Teil wieder frei macht, fertig. Wenn die Fassade ein bisschen nass geworden ist, dann ist das halt so. Man muss doch nicht gleich den Teufel an die Wand malen.“

Stimmt, Frau/Herr Easy, die Farbe können Sie sich für den Maler sparen, der die Spuren der Wasserschäden beseitigen muss. Im Falle eines Reihenhauses vielleicht auch bei Ihrem Nachbarn. Auf Ihre Kosten. Ja, richtig, was auch immer Ihr verstopftes Fallrohr in Mitleidenschaft zieht, geht das auf Ihren Deckel.

Klar, sollte das Rohr platzen, ohne dass dies auf die Vernachlässigung Ihrer Instandhaltungspflicht zurückzuführen ist, dann haben Sie gute Karten bei der Versicherung. Doch wenn nicht gerade der Lieferant der Flaschenpost oder der Sturm Ihr Fallrohr mitgenommen hat, dann gibt es praktisch nur zwei Gründe für ein geplatztes Fallrohr:

  • Verstopft und marode.
  • Marode und verstopft.

Wenn der Schaden also groß genug ist, dürfen Sie davon ausgehen, dass die Versicherung der Ursache etwas genauer auf den Grund geht.

Wenn die eigene Nachlässigkeit zum Problem des Nachbarn wird

Das mit dem Schaden beim Nachbarn ist übrigens ein Bericht aus dem wahren Leben. Erst kürzlich rief uns die Eigentümerin eines Bremer Hauses an und bat uns, einen Sachverhalt einzuschätzen. Ihr Nachbar erlitt beim jüngsten starken Regen einen enormen Wasserschaden über drei Etagen. Was entlarvte er als Ursache dafür? Genau! Das verstopfte Fallrohr seiner Nachbarin, die uns nun um Hilfe bat. Er hatte sie in den letzten Jahren schon mehrfach auf ihr verstopftes Fallrohr hingewiesen. Dennoch hatte sie die Regenrinne nicht reinigen lassen. Der Schaden durch dieses Versäumnis belief sich auf mehrere Tausend Euro – und die Versicherung zuckte nur mit den Schultern.

Wie fiel unsere Einschätzung aus? Nun, dass das verstopfte Fallrohr unserer Kundin die Ursache für einen erheblichen Wassersturz auf die Fassade und den daran befindlichen Balkonen war, hatte der findige Nachbar richtig rekonstruiert. Allerdings war die sekundäre Ursache für den Wasserschaden im Innenraum eine andere.Verstopfte Regenrinne an einem Bunker in Bremen

Die Balkone, die durch das verstopfte Fallrohr des Nachbarhauses zur Badewanne wurden, waren nicht dicht. Und das seit einer Ewigkeit, wie die typischen Merkmale von undichten Balkonen zeigten. Hätte der Nachbar unserer Kundin also mit Flüssigkunststoff abgedichtete Balkone besessen, hätte die Wassermasse niemals einen derartigen Wasserschaden verursacht. Doch so konnte das Wasser aus der verstopften Regenrinne unaufhaltsam in den Nachbarbalkon mit dysfunktionalem Gefälle plätschern und dort in das Mauerwerk des Hauses sickern – Etage für Etage.

Verstopfte Regenrinnen und Fallrohre im Winter

Nun ist eine mangelhafte Entwässerung bei flüssigem Wasser schon bedenklich. Ändert sich aufgrund von Minusgraden im Winter auch noch der Aggregatzustand des Wasserstaus in der Regenrinne, dann wird es umso haariger. Schwimmende Eisblöcke oder unter der Rinne hängende Eiszapfen in einer überfüllten Rinne warten nur darauf, der Schwerkraft zu folgen.

Steht Ihr Haus direkt an einem Bürgersteig, dann spielen Sie mit Ihrer Regenrinne russisch Roulette. Ob das Versäumnis Ihrer Pflicht nun einen Fußgänger oder ein Auto erwischt; wenn die Versicherung hinterfragt, haben Sie erhebliche Erklärungsnot.

Betrachten Sie das hier nicht als Panikmache, damit Sie uns für die Reinigung Ihrer Regenrinne beauftragen. So schön ist diese Arbeit dann doch nicht. Sehen Sie das hier stattdessen als Finanzberatung von jemandem, der schon unzählige kostspielige Schäden durch verstopfte Dachrinnen erlebt hat. Teure Fehler, über die man in keiner Zeitung liest.

Reinigung der Dachrinne an der Werkshalle der Seenotretter in Bremen

Wenn Ihnen dieser Artikel hilft, ein besseres Bewusstsein für Ihre Instandhaltungspflicht zu erlangen, dann ist er ein voller Erfolg. Tipp: wenn Sie einen anderen Betrieb als die LaGrand Handwerk GmbH für die Regenrinnenreinigung beauftragen, dann konsultieren Sie einen Dachdecker. Die (sollten) wissen, was sie tun und checken gleichzeitig den Zustand Ihrer Dachentwässerung. Schließlich wollen sich um andere Dinge kümmern, die mehr Lebensqualität implizieren als Wasserschäden durch verstopfte Regenrinnen und Fallrohre. Prävention Ihnen hilft dabei.

LaGrand® konsultieren

Architekt Bremen Zentrum Bremen

Architekt in Bremen – Was sollte ich wissen?

Die Liste bedeutender Bremer Architekten ist lang. Johann Georg Poppe (1837-1915) kommt schnell auf, wenn man sich auf die Suche begibt. Poppe entwarf Prestige-trächtige Gebäude wie das (heute nicht mehr in Betrieb befindliche) Wasserwerk „Wasserkunst“ (unter Bremern als „umgedrehte Kommode“ bekannt), die Baumwollbörse, das (im 2. Weltkrieg zerstörte) Lloydgebäude, das Parkhaus (heute das Parkhotel), die Villa Frerichs am Osterdeich, die Villa am Goetheplatz und darüber hinaus viele weitere Villen und Anwesen in Horn und Oberneuland.

 

Ein weiterer historisch bedeutender Architekten in Bremen ist der Lüder Rutenberg (1816-1890). Rutenberg entfachte die Erfolgsgeschichte vom Bremer Haus und der Bremer Großbrauerei Beck.

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Marode Balkone im Hinterhof der Bremer Neustadt

Balkon in Bremen – selten wasserdicht

 

Ein dichter Balkon kann die Lebensqualität der Bewohner eines Bremer Hauses erheblich steigern. Ein undichter Balkon dagegen kann zum Fiasko werden. Plötzlich lässt der Balkon Wasser durch und dieses findet durch das Mauerwerk seinen Weg ins Innere des Hauses. Wird hier nicht gehandelt, entstehen beim nächsten Frost Risse, die das Haus noch anfälliger für Wasser und Kälte machen. Von der Beeinträchtigung der Statik ganz zu schweigen. 

„Aber die schönen Fliesen auf dem Balkon sind doch noch gut“

Mieter

Die meisten Hausbesitzer suchen hierbei die Ursache nicht einmal beim Balkon. Immerhin wurde dieser doch erst vor zehn Jahren gefliest. Sie können nicht verstehen, warum die Fliesen plötzlich Wasser durchlassen sollen.

Das ist dem Wasser jedoch egal, es kommt dennoch durch die Fliesenfugen. Beton oder Fugenmörtel, wie bei Fliesen, wird mit den Jahren porös und offenporig. Je mehr Fehler bei der Aushärtung des Fliesenmörtels gemacht wurden (Hohlraumbildung), desto schneller saugen sich die Fugen mit Wasser voll und platzen bei Frost auf. Gravierend viele Balkone in Bremen wurden nicht von versierten Fachbetrieben gefliest, sondern oftmals von Allroundern (ohne angemeldeten Betrieb). Das ist kurzsichtige Sparsamkeit.

Dennoch ist auch die Durchführung von einem Fachbetrieb kein Garant für einen auf Jahrzehnte dichten Balkon. In eine geflieste Balkonoberfläche kann über Jahre unentdeckt Wasser in die Betonplatte darunter einsickern, bevor es ins Hausinnere vorgedrungen ist. Darum glaubt der Hausbesitzer lange, alles sei in bester Ordnung. Wenn das Wasser dann von heute auf morgen durch Decke und Wand tropft, ist die Ratlosigkeit groß. Der Betrieb, der die Fliesen damals verlegt hat, ist entweder nicht mehr existent, weist jede Schuld von sich, oder wird gar nicht erst angerufen. Viele Kunden suchen dann anderweitig fachlichen Rat und melden sich z.B. bei der LaGrand Handwerk GmbH.

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