0

Kategorie: LaGrand Blog

Außenwand eines Hauses wird gedämmt und abgedichtet, um einen nassen Keller zu verhinden. Davor befindet sich ein kleiner Garten mit einer Sitzbank.

Nasse Kellerwände

Ein trockenes Haus wird primär mit einem dichten Dach assoziiert. Ein noch so perfektes Dach schützt aber nicht vor einem nassen Keller*. Hier kommt das Wasser nicht direkt von oben, sondern von unten und/oder von den Seiten. Undichte Stellen am Dach müssen nicht zwingend einen Wassereinbruch im Haus nach sich ziehen, aber im Erdreich gibt es kein Erbarmen. Je nach Lage des Hauses drücken die Wassermassen aus Grundwasser und einsickerndem Regenwasser mit enormer Kraft gegen Fundament und Mauerwerk. Undichtigkeiten werden hier zuverlässig bestraft. Aber meist nicht sofort mit einem kleinen Schadenbild, sondern sukzessive, um dann mit einem komplett vollgesogenen Mauerwerk oder gar gefluteten Keller zu überraschen.

*Das Wort “Keller” kommt aus dem spätlateinischen Cellarium, das in „Vorratskammer“ übersetzt werden kann. Der Ursprung liegt in Cella wie „enger Wohnraum, Zelle“. Wenn im Keller also keine Gefangenen à la Dunkelhaft gehalten wurden, dann diente er als kühle, dunkle Vorratskammer, die möglichst trocken bleiben musste, damit Schimmel nicht zum winterlichen Hunger führte. Wer in den vergangenen Jahrhunderten vor der Erfindung des (solarbetriebenen) Kühlschranks „kellerte“, der legte Vorräte an. Unsere Großeltern dagegen suchten Schutz im Luftschutzkeller. Wessen Wohnung oder Büro im Hochkeller liegt (mind. 50cm über dem Erdreich), der lebt oder arbeitet in einem Souterrain oder in der Tiefparterre.

Read more

Prototyp der LaGrand Handwerk GmbH für ein Pflanzrohr als Fassadenbegrünung

Fassadenbegrünung ohne Risiko

Bis vor der Recherche zu diesem Artikel über Fassadenbegrünungen assoziierte ich mit dem Begriff “Klimatote” dramatische Flutkatastrophen, welche Küstenregionen von armen Ländern überfluteten und dadurch die dort lebenden Menschen entweder in den Tod rissen, oder zur Flucht zwangen – wodurch sie zu „Klimaflüchtlingen“ werden. Dieses Bild mag für einige Regionen der Welt sogar zutreffen, aber nicht für Deutschland. Hier gibt es kaum gefährdete (und schon gar keine armen) Küstenregionen. Dennoch viele Klimatote.

Klimatote durch Hitzewellen

Tatsächlich ist es das gleiche traurige Bild, das bei Corona-Toten die Ursachenklärung erschwert bis unmöglich macht. Alte Menschen, die zuhause aufgrund einer Hitzewelle alleine sterben und die erst nach Tagen gefunden werden. Das ist das reale Szenario des typischen Klimatoten in Deutschland. Es ist somit kein Wunder, dass die Berichte über Klimatote in Deutschland recht mager ausfallen. Wenngleich im Rekordsommer 2018 mit 20 Tagen über 30 °C allein in Deutschland ca. 20.000 Menschen aufgrund von Hitze starben.

„Ach, für mich könnte es auch in Deutschland im Sommer gerne um die 40 °C wie in Dubai sein.“ – Eine Mieterin aus Schwachhausen, nachdem wir ihrem Vermieter ein Gründach vorgeschlagen hatten. Es war an diesem Tag 30 °C heiß. In der hiesigen Wohnung. Überraschenderweise wurde aus der Begrünung des Daches nichts.

Read more

Reale Detailaufnahme einer förderfähigen Dachsanierung mit einer Aufdachdämmung aus Holzfaser von Steico und dem Dachstein Rubin 11V von Braas

Förderung der Dachsanierung und das GEG

Falls Sie unter einem maroden Dach wohnen, durch das immer wieder Wasser ins Hausinnere dringt, dann könnte es sein, dass für Sie eine Dachsanierung in Betracht kommt. Allerdings geht ein neues Dach in der Regel auch mit einer neuen Dämmung einher. Vor allem, wenn im Zuge der Dachsanierung die Lattung und Schalung des Daches entfernt werden. Dann schreibt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) vor, nach neuesten Standards zu dämmen.

In vielen Fällen ist die Dämmung auch gewünscht, in anderen dagegen lassen die Vorgaben des GEG jedoch die Kosten für ein dichtes Dach explodieren. Da liegt es doch nahe, die Fördermöglichkeiten für die Dämmung des eigenen Hauses in Anspruch zu nehmen, oder?

Wie so oft im Leben greift hier erst einmal: Es gibt nichts geschenkt. Vor allem nicht vom Staat. Wie bei der Gründach-Förderung gibt es Geld nur gegen Forderungen – wobei hier nicht der Hauseigentümer im Vordergrund steht, sondern die Gesamtwirtschaft der Bundesrepublik.

Mit diesem Vorwort wagen wir uns nun durch das Dickicht von Gebäudeenergiegesetz (GEG) und einer förderfähigen Dachsanierung. Vorab noch eine kurze Aufklärung zu den Werten, mit denen hier jongliert wird.

Read more

Sedum-Matten für eine Extensivbegrünung sind auf einer Palette gestapelt und für den Transport in Folie eingepackt

Förderung Dachbegrünung in Bremen – Der All-In-Artikel

An dieser Stelle könnte ich auf die tollen Fördermöglichkeiten hinweisen, welche die Bremer Politik für alle Hausbesitzer mit Wunsch nach einer Dachbegrünung geschaffen hat. Allerdings schöpft das LaGrand®-Blog von Praxiserfahrung, die man als Hausbesitzer nirgends sonst zu lesen bekommt.

Zudem ist das Thema Förderung für Dachbegrünungen bespickt mit Ausnahmen und Richtlinien, welche das Interesse an einem geförderten Gründach erstmal drücken. Mit einer Abhandlung à la „Mit einem Gründach haben Sie tolle Fördermöglichkeiten, sprechen Sie uns an!“ werden Sie zwar zu einem Verkaufsgespräch eingeladen, aber nicht unbedingt zu Ihren Gunsten informiert. Das widerstrebt dem selbst auferlegten Bildungsauftrag dieses Blogs. Darum erwartet den interessierten Leser mit den folgenden Zeilen ein entmystifizierender Lehrgang zum Thema „Förderung“ für Dachbegrünungen in Bremen.

Warum fördert die Stadt Bremen Gründacher?

Wie immer im Leben sollte man stets die Quelle hinterfragen. Vor allem, wenn es Geld zu “verschenken” gibt. Wie bei allen Förderungen unterliegt der Fördergedanke einer politischen Agenda. Während bei KfW-Förderungen primär die Bauwirtschaft und die Reduktion der Abhängigkeit von russischen Energie-Rohstoffen gefördert wurde*, so ist das Hauptmotiv bei der Förderung von Dachbegrünungen das Abwasser.

Read more

Mauerabdeckung aus Titan-Zink als Abschluss auf einer neu gedeckten Dachtraufe vor einem Balkon

Mauerabdeckung auf der Balkonmauer

Eine Mauer ohne eine fachgerechte Mauerabdeckung ist ein All-You-Can-Eat-Buffet für Wassermoleküle. Befindet sich unter dem Gestein zudem Wohnraum wie bei einem Schornstein, einer Brand- bzw. Balkonmauer oder einem gefliesten Balkon, dann bringt der ungeliebte Gast namens Wasser seine ganze Familie mit und verlässt das Mauerwerk erst in Form von Schimmelsporen. Und wenn sich Wasser seinen Weg sucht, dann Schimmel seine Lungen.

Schimmelschaden im Wohnraum durch eine undichte Balkonmauer und Balkonoberfläche
Schimmel durch eine Kombi aus undichter Balkonmauer und undichter Balkonoberfläche

Und alles nur, weil sich unter Hauseigentümern ein hartnäckiger Irrglaube hält: Stein sei wasserdicht. Ist er aber nicht. Zumindest nicht unbehandelt – wie es beim normalen Ziegelstein oder herkömmlichen Steinmassen der Fall ist. Es gibt bedingt wasserfeste Steine wie Dachsteine oder einige Fliesen, aber keine wasserdichten. Jeder Stein zieht Wasser. Die Frage ist nur, wie viel Wasser notwendig ist, bis das Wasser Schäden im Hausinneren verursacht.

Read more

Zwei Solarpanels mit 325WP von Heckert Solar auf einem roten Steildach in Bremen

Die smarte Solaranlage – eine Revolution beginnt

Den Kühlschrank (inkl. Tiefkühlfach), die E-Bikes, alle Akku-Geräte, einen kleinen Backofen und sogar die Waschmaschine mit der eigenen Solaranlage selbst im Falle eines Blackouts betreiben. Den eigenen Stromverbrauch von der Sonne finanzieren lassen. Einen Unterschied im Namen der notwendigen Energiewende machen. Was auch immer der Beweggrund ist – den eigenen Strom per Solarenergie zu erzeugen, hat viele gute Gründe. Doch nicht jeder will oder kann ca. 20.000€ in eine große PV-Anlage investieren. Zumal die Amortisationskalkulation vom Solarbauer oftmals nur mit dem Satz des Utopia zu lösen ist. Wenngleich eine Solaranlage einen schnellen Aufstieg vom Konsumenten zum Prosumenten ermöglicht; mehr ist nicht gleich besser.

“Balkonkraftwerk” oder Inselanlage oder beides?

Der Begriff “Solar-Inselanlage” ist in Deutschland leider (noch) nicht geläufig. Höchstens unter Campern oder in Ländern, in denen durch Naturkatastrophen und infrastrukturelle Instabilität das Vertrauen in das öffentliche Stromnetz (“Big Grid”) im humanitären Desaster enden kann.

Der Begriff “Balkonkraftwerk” dagegen ist auf dem Vormarsch, allerdings irreführend, weil dieses 600Watt-Kraftwerk nicht unbedingt einen Balkon braucht. Ein “Balkonkraftwerk” ist nichts anderes als eine sehr einfache Solaranlage, die aus zwei Solarmodulen, einem Wechselrichter (wandelt Gleichstrom in Wechselstrom bzw. Hausstrom um), Befestigungsmaterial und einem Anschlusskabel besteht. Dieses Kabel muss einfach nur in eine Steckdose eingesteckt werden und schon wird der Hausstrom mit Solarenergie versorgt. Wo die Solarpanels nun angebracht werden, ist für die prinzipielle Funktion unerheblich. Jedoch sollte es schon ein Platz sein, der ganztägig von der Sonne bestrahlt wird. Und dieser befindet sich eher auf dem Dach als am Balkon.

Übersicht zur Funktion des deutschen Stromnetzes
Unser Stromnetz – ©Wikipedia/Wikimedia im CC0 1.0 Universal (CC0 1.0)

 

Und was ist nun der Unterschied zwischen einem “Balkonkraftwerk” und einer Inselanlage? 

Grundlegender Unterscheidungsfaktor einer Inselanlage ist der Stromspeicher.  Hiermit kann der produzierte Solarstrom für die Nacht oder sonnenarme Tage eingelagert werden. Bei einem “Balkonkraftwerk” dagegen fließt nicht genutzter Strom zum Netzbetreiber – der ihn dann zum regulären Preis verkauft. Vielleicht sogar als Ökostrom mit Premiumaufschlag. An sonnenarmen Tagen wird kaum Strom produziert und wenn die Waschmaschine mit 2.500Watt betrieben wird, dann werden lediglich (theoretisch) 600Watt an Solarstrom genutzt. Die Amortisation eines “Balkonkraftwerks” ist entsprechend schwieriger zu bewerten als die einer Inselanlage. Mit dem auf den Verbrauch zugeschnittenen Speichersystem verbrauchen die Solarproduzenten wirklich ihren gesamten Solarstrom – selbst mit den Leistungsverlusten bei der Speicherung (Blei-Akku ca. 30%, Lithium-Akku ca. 10%).

Die Größe Ihrer Inselanlage ist komplett Ihnen und Ihren räumlichen Möglichkeiten überlassen. Zudem können wir jedes “Balkonkraftwerk” zu einer Inselanlage oder zu einem Hybrid-System machen. Letzteres erlaubt eine Einspeisung ins Hausnetz, wobei im Falle eines Blackouts das Balkonkraftwerk weiterhin Strom produziert und direkt in Ihren (tragbaren) Stromspeicher einspeist, mit dem Sie Ihre wichtigsten Verbraucher betreiben können, wenn alles andere ausgefallen ist. 

Lohnt sich nur eine große Solaranlage mit Einspeisung?

Zwei von der Sonne beschienene Solarpanels auf einem Steildach mit zwei Dachfenstern
Der einzig sonnige Platz des Daches wurde voll ausgenutzt

Meines Erachtens lohnt sich eine große Solaranlage (d.h. ab 10 Module) auf einem Privathaus nur bei Vorhandensein einer Wärmepumpe und/oder einem Elektroauto und/oder einem Bitcoin-Mining-System. Zumal bei PV-Anlagen bis 25KiloWatt max. 70% an Einspeisung erfolgen darf. Ohne großen Eigenverbrauch ergibt es somit wenig Sinn, rund 20.000€ auf dem Dach zu parken, damit man diese Investition über Jahrzehnte (mit aktuell 6,5Cent pro kWh) vom Netzbetreiber zurückbekommt. Hinzu kommen die zu berücksichtigenden Folgekosten, die mit einer großen PV-Anlage einhergehen.

  • Die Reinigung der PV-Anlage sollte idealerweise jährlich erfolgen, damit Staub und Dreck nicht zwischen Ihnen und der Sonne stehen.
  • Nach ca. 10 Jahren sind die 4.000 Ladezyklen des Solar-Akkus aufgebraucht.
  • Laderegler und Wechselrichter sind ebenfalls nach 10 Jahren an der oberen Grenze Ihrer Lebensdauer.
  • Ggf. müssen einzelne Panels ausgetauscht und Solarkabel saniert werden.
  • Ggf. muss in den Jahrzehnten nach der Installation das Dach saniert werden, sodass die Panels demontiert werden müssen.
  • Moderne Solarpanels halten ca. 40 Jahre. Spätestens nach 25 Jahren nimmt der Wirkungsgrad der Panels stetig ab. Die Produktion verringert sich.
  • Eine große Anlage bringt eine gewisse Komplexität mit. Vor allem wenn diese mit dem allgemeinen Stromnetz verbunden ist. Das macht Sie bei Störungen oder Änderungswünschen abhängig von einem Fachbetrieb. Da die Garantie für eine PV-Anlage auf zwei Jahre begrenzt ist, zahlen Sie danach für jeden weiteren Einsatz an Ihrem PV-System.

Bei einer kleinen Solaranlage bleiben die Folgekosten überschaubar. Selbst dann, wenn sich die Amortisation nach hinten zieht; der Stromertrag und die tatsächliche Unabhängigkeit vom Netz (Inselanlage) übertrumpfen die Kosten. 

Warum mangelt es hinsichtlich einer kleinen PV-Inselanlage bzw. einer kleinen Inselanlage an Aufklärung?

Weil eine kleine Solar-(Insel-)anlage für einen Solaranlagenbauer mit Mitarbeitern in der Regel nicht lukrativ ist. Dieser braucht – wie ein Dachdeckerbetrieb mit einigen Mitarbeitern – das ganze Dach, damit es sich lohnt. Ob Ihr Geld dann wirklich verhältnismäßig investiert wurde, bleibt fraglich. Vor allem, wenn unter der neuen Solaranlage ein marodes Dach schlummert, dessen Dachsteine nur noch in Latten hängende Steinschwämme sind.

Dachdecker installiert zwei Solarpanels (Balkonkraftwerk) auf einem verwinkelten Steildach
Je verwinkelter das Dach, desto größer unsere Motivation, es dennoch zum Solardach zu machen

Vorteile einer kleinen Solar-Inselanlage:

  • Je nach Umfang der Inselanlage ist diese ohne utopische Kalkulationen in 10-15 Jahren amortisiert – Solarpanels behalten 20-25 Jahre einen vertretbaren Wirkungsgrad
  • Auch über 600Watt keine Anmelde-/Anzeigepflicht
  • Kein Zählertausch
  • Keine Steuererklärung für das Finanzamt
  • Sie können den Strom verteilen/speichern, wie Sie es wollen – und vor allem komplett nutzen, statt an den Netzbetreiber zu verschenken
  • Mit einer kleinen (Insel-)Anlage können Sie das Thema Solarstrom erst testen, bevor Sie eine größere Solaranlage/Investition angehen
  • Effizienter Austausch bei Defekten oder Optimierungswünschen – Sie haben die Kontrolle über Ihr System
  • Kann in der Regel per PSA (Sicherheitsseil) statt Gerüst installiert werden
  • Bei einer anstehenden Dachsanierung bereitet die Demontage keine Kopfschmerzen
  • Es ist keine große oder eigene Dachfläche vonnöten – sogar als Mieter oder Besitzer einer Eigentumswohnung können Sie Strom produzieren, sofern der Vermieter bzw. die Eigentümergemeinschaft zustimmt

Die Ökonomie hinter einer kleinen Solaranlage

Der Strompreis stieg in den vergangenen 20 Jahren um jährlich 6,4 Prozent. Wendet man hier die Formel für exponentielles Wachstum an und setzt 0,35€ als aktuellen Preis pro kWh an, dann ergibt das in den nächsten fünf Jahren einen Strompreis von 0,48€ pro kWh.

Formel für exponentielles Wachstum beim Strompreis: 0,35(1+0,064)^5 = 0,477€

Und in den letzten 20 Jahren wurde Deutschland kontinuierlich von Russland versorgt. Seit Russlands Einfall in die Ukraine steht hinter der Energieversorgung Deutschlands und vor allem hinter ihrem Preis noch ein großes Fragezeichen. Zumal wir aktuell von einer steilen Inflation begleitet werden. 6,4 Prozent pro Jahr ist somit eine optimistische Annahme. Aber diese Zahl ist fundiert, also kann man mit ihr rechnen.

Zwei Solarpenels als Balkonkraftwerk auf dem Zwerchgiebel eines Daches
Zwerchgiebel verwinkeln ein Dach, doch ihre Dachschenkel sind gerade groß genug für zwei Panels

Bei 1.500 Sonnenstunden pro Jahr im Land Bremen produzieren 2 PV-Panels (z.B. das “Balkonkraftwerk” vom Bremer Solidar-Strom, Heckert Solar mit je 325Wp) auf einem südlich ausgerichteten Dach theoretisch 900 kWh pro Jahr, da 600Watt x 1.500 Stunden Sonne. Da jedoch nicht die ganzen 1.500 Stunden perfekte Einstrahlung und absolute Wolkenlosigkeit besteht, reduziert sich dieser Wert auf realistischere 50%. Das ergibt dann 450kWh/Jahr. Solarbauer und -Verkäufer geben gerne 1kWh pro Wp an, was dann 600Watt pro Jahr ergeben würde. Hiermit werden aber zu hohe Erwartungen geschürt. Unsere Daten aus der Praxis unserer Kunden decken sich mit dem eher pessimistischen Wert von 450 kWh/Jahr. Trotz optimalen Bedingungen werden die 600Watt mit 325Wp-Panels und einem 600Watt-Wechselrichter allein durch den Verlust über Aufheizung und Kabelmeter nie erreicht. Maximal 550Watt für eine Stunde der idealen Einstrahlung.

Wenn wir als Kosten pro Kilowattstunde 0,35€ annehmen, so kommen wir bei 450kWh auf 157,50€ pro Jahr an Stromproduktion. Ansteigend mit den Preissteigerungen der Folgejahre. Sofern Sie 2.500€ für ein “Balkonkraftwerk” inkl. Installation durch einen Fachbetrieb zahlen, so haben Sie in knapp 16 Jahren an Strom produziert, was Sie für die Anlage ausgegeben haben. Da der Wechselrichter in 10 Jahren getauscht werden muss, erhöhen sich die Kosten. Diese sollten sich aber mit den zukünftigen Erhöhungen bei den Stromkosten ausgleichen.

Maximale Leistung pro Solarzelle

Aus den oben genannten Gründen verbauen wir nur 410Wp-Panels und halten die Kabel so kurz wie möglich. Trotz Drosselung auf 600Watt erhalten unsere Kunden hierdurch einen höheren Durchschnittsertrag an Solarenergie. Auf Flachdächern installieren wir idealerweise auch ein Gründach, bevor die Panels kommen. Das Gründach kühlt die Panels von unten und stabilisiert den Wirkungsgrad, während gleichzeitig die tatsächliche Lebensdauer der Solarmodule erhöht wird. Unsere Erfahrungswerte aus diversen Handwerks- und Wissenschaftsdisziplinen ermöglichen uns, die größtmögliche Energiegewinnung und Haltbarkeit der Solaranlagen zu erreichen. Auch nach Ablauf der zweijährigen Garantie. Kundenservice hat bei LaGrand® keine Deadline.

Größter Nachteil des “Balkonkraftwerks”

Nun besteht beim herkömmlichen “Balkonkraftwerk” das Manko, dass Sie nicht speichern können. Somit verschenken Sie jede kWh, die Sie nicht selbst verbrauchen an den Netzbetreiber. Und Sie müssen eigentlich jede Sonnenstunde nutzen, damit Sie die Amortisationszeit reinholen. Zumal die Nacht und dunkle Tage im Winter schon einmal komplett entfallen. Das Amortisationsszenario entspricht üblicherweise nicht der Realität. Man kann seinen Stromverbrauch nicht immer nach dem Wetter takten. Und Sie können sich hier nicht einmal mit der Unabhängigkeit vom Stromnetz trösten. Sollte es einen flächendeckenden Stromausfall geben, so haben Sie trotz Solaranlage keinen Strom. Das “Balkonkraftwerk” funktioniert nur, wenn auch der Hausstrom funktioniert. Gewiss könnte man die Solarpanels in einem solchen Szenario vom Hausstrom trennen und per Laderegler in einen Stromspeicher führen, aus dem man per Spannungswandler seine Verbraucher betreiben kann. Doch im Falle eines Blackouts wird sich die Suche nach jemandem, der diese Umstellung (kurzfristig) übernehmen kann, als besonders schwierig herausstellen.

Wie auch immer die Amortisationszeit einer kleinen Anlage ausfällt, nur mit einer Inselanlage (d.h. mit netzunabhängiger Speicherung) können Sie diese wirklich erreichen. Zudem haben Sie weiterhin Strom, wenn das große Netz einmal versagen sollte. Allein das kegelt jede Amortisationskalkulation raus. Immerhin ist diese tatsächliche Unabhängigkeit – neben der sauberen Energieproduktion – mein größter Beweggrund für eigenen Solarstrom. Dieses Backup kann sich als unbezahlbar herausstellen. Lesen Sie sich bei Interesse unbedingt den Blogpost zu unseren Stromspeichern aus totgeglaubten E-Bike-Akkus und Autobatterien.

Übrigens wird auch das Wassernetz per Strom betrieben. Es besteht für diesen Fall bei den Wasserwerken eine Notversorgung. Je nach Dauer des Blackouts ist aber auch diese irgendwann erschöpft. Sollte also wirklich mal der Strom für längere Zeit ausfallen, füllen Sie in diesem Szenario (oder besser vorher) Ihre Wasserreserven auf. 

Wer installiert mir eine kleine Solaranlage bzw. eine Inselanlage?

Seit über drei Jahren betreiben wir selbst eine Solar-Inselanlage mit zwei Panels und einem eigenen Stromspeicher. Was wir damit betreiben können? Unseren 3D-Drucker, die Kühl-Gefrier-Kombi, unser Internet (Starlink), unsere Wasserfilteranlage, Werkzeug-Akkus, Powerbanks, Staubsauger, E-Roller, Smartphones, elektrische Zahnbürsten und LED-Leuchten für die Nacht. Sogar unseren kleinen Backofen könnten wir damit im Notfall betreiben. Und wir haben nur zwei Solarpanels je 250Wp auf unserem westlich ausgerichteten Flachdach. Was auch immer wir betreiben können, Ihre Anlage wird mehr können.

In Kürze verstärken wir unser kleines Kraftwerk mit kleinen Windkraftanlagen. Die Ergebnisse werde ich in einem eigenen Blogpost darlegen. 

Zwei Solarpanels von Offgridtec auf einem Steildach von der Seite
Zwei ultraleichte Solar-Panels (je 9,37 kg) von Offgridtec mit über 21% Wirkungsgrad und über 7 Ampere Strom-Leistung bei 21,8 Volt Modulspannung. Entspricht 155 Watt je Panel. Superflexible Größe: 1,31×0,65m (besonders geeignet für kleine oder schwer zugängliche Dachflächen). Diese beiden Panels betreiben die Kühl-Gefrier-Kombi und die E-Bikes unserer Kunden.

Kleine Solaranlage, großes Gefühl der Sicherheit

Wenn Sie also schon von Ihrem Elektriker in Sachen Solaranlage gehört haben, dass sich “alles unter 2KW nicht lohnt” und das ganz ernüchtert hingenommen haben, dann sind Sie bei LaGrand® richtig. Hier erhalten Sie das Gegenteil von “geht nicht” oder “bringt nichts”. Eine kleine Solaranlage macht nicht nur objektiv, sondern vor allem emotional einen großen Unterschied – insbesondere als Inselanlage. Frühestens dann, wenn Sie mit Ihrem selbst produzierten Strom dauerhaft Ihre wichtigsten Geräte betreiben können und zum ersten Mal das Gefühl von autarker Energie-Sicherheit verspüren.

Solarstrom-Speicher

Es muss nicht entweder oder sein. Somit spricht nichts dagegen, ein 600Watt-“Balkonkraftwerk” parallel zu einer Inselanlage zu betreiben. Dann haben Sie einen solarversorgten Hausstrom und verfügen dennoch über Ihre eigene Solarstrom-Speicherung. Ein Hybrid-System bietet sich an, sofern der Solarstrom am Tag über verschiedene Ebenen verteilt werden soll, aber nicht überall ein Solarspeicher installiert werden kann. Sie speichern dann per Steckdose. 

LaGrand® erarbeitet für jede Begebenheit eine Lösung. Ob eine Kombi oder eine reine Inselanlage, durch unsere individuell konzipierten sauberen Solar-Stromspeicher gibt es nur wenige Faktoren, die Ihre Evolution zum Prosumer verhindern. Lassen Sie uns also einfach ins Gespräch gehen und wir sehen, was bei Ihnen an Wertgestaltung möglich ist. Ich freue mich auf Ihre Anfrage.

Maroder Schornstein mit Einsturzgefahr in Bremen Schwachhausen

Schornstein sanieren – die 18.000€-Falle

Ein Schornstein an einem Bremer Haus ist schon ein interessantes Bauteil. Dachdecker geben sich (idealerweise) größte Mühe, das Dach absolut fachgerecht zu sanieren. Keine Stelle darf Wasser ins Unterdach passieren lassen. Alles muss in die Regenrinne entwässert werden. Es kommen smarte (diffusionsoffene) Dachbahnen, eine Konterlattung und High-End Dachpfannen (Beton) oder Dachziegel (Ton) zum Einsatz, die natürlich geklammert und verschraubt werden (sollten), damit eine spätere Wartung oder Ursachensuche im Schadenfall umso aufwendiger wird. Zudem werden unzählige Dichtungsmassen angewendet, damit alles schön dicht wird. Am Ende ist das neue Dach drauf, alle sind stolz; der Kunde zahlt und glaubt, endlich ein sicheres Dach überm Kopf zu haben.

Schaut man aber genauer hin, fällt dem kritischen Betrachter am neuen Dach etwas Merkwürdiges auf. Das Dach ist komplett neu, aber der alte Schornstein ragt immer noch prächtig nackt in die Höhe wie zuvor. Auf die Verkleidung des Schornsteins hat entweder der Dachdecker oder der Kunde verzichtet. Entweder aus optischen oder finanziellen Gründen. Ein klassischer Fall von „am falschen Ende gespart“.

Neues rotes Dach mit altem Schornstein aus Backsteinen

Den Schornstein im alten Zustand zu lassen, obwohl das Dach erneuert wurde, ist noch fragwürdiger, als würde man die Fassade mit WDVS dämmen (Wärmedämmverbundsystem – ja, das haben die wirklich so getauft), doch die 100 Jahre alte Haustür drin lassen.

Warum ist es fahrlässig, das Dach zu erneuern, ohne den alten Schornstein zu sanieren?

Weil ein alter Schornstein ein Wassermagnet ist, der sich vollsaugt wie ein Schwamm und das Wasser an jeder neuen Bleischürze vorbeischleust wie Viehtransporter rauchbaren Rollrasen aus Holland. Schließlich werden 9,5 von 10 Kappleisten am Schornstein mit Silikon abgedichtet. Das wiederum wird schon nach 2 Jahren porös und löst sich vom Schornstein ab. Das ist dann so als würde man annehmen, die 2 Flaschen Bier im Festzelt laufen langsamer bis zur Blase, weil man den Gürtel enger geschnallt hat. Man stolpert bestenfalls nicht über die eigene Hose, wenn man im halben Bewusstsein ein öffentliches Toilettenrohr sucht.

Read more

Dachdecker reinigt eine Regenrinne auf einem Haus mit einem Sicherheitsseil (PSA)

Regenrinne – ohne Reinigung hochexplosiv

Die womöglich fahrlässigste Versäumnis eines Hauseigentümers ist die Regenrinnenreinigung. Schade – fürs Konto und den Seelenfrieden. Eine chronisch volle Dachrinne verstopft auch kurz- bis mittelfristig das Fallrohr. Und ein verstopftes Fallrohr führt schnell zum nassen Mauerwerk oder bei älteren Fallrohren, die schnell zu Rissen neigen, auch gerne zu nassen Kellern. Dies sind teure Folgeschäden, die nicht nur Geld, sondern auch Nerven kosten. Hinzu kommt, dass die Versicherung bei dieser Art der Bauwerksvernachlässigung nicht einmal zahlt. Die Ersparnis von ausbleibenden Regenrinnenreinigungen schlägt folglich eines Tages in ein Minusgeschäft mit Dominoeffekt um.

Die stiefmütterliche Liebe zur Regenrinne

Vernachlässigte Regenrinne in Bremen mit Bäumen

Irgendwann platzt jedem Rohr einmal der Kragen. Eine detonierte Fäkalien-Pipeline im Hausinneren ist wohl das #1 Worst-Case-Szenario für jeden Eigentümer eines alten Hauses. Ein verstopftes bis gerissenes Fallrohr ist aber auch ganz vorne mit dabei. Ein verstopftes Fallrohr verwandelt die Fassade schnell in einen idyllischen Wasserfall, der im Wohnraum für beste Bedingungen hinsichtlich einer Schimmelzüchtung sorgt. Da man die Regenrinne aber nicht täglich begutachtet, weil man über zig andere Dinge nachdenkt, wenn man nach Feierabend vor seinem Haus steht, ist eine überfüllte Rinne ein toter Winkel. Und wer tigert schon bei Regen nach draußen, um die Außenentwässerung seines Hauses zu prüfen? Genau. Darum genießen die Kollateralschäden einer verstopften Regenrinne meistens Jahre, bis sie ihre teuren Konsequenzen offenbaren.

Versicherungen zahlen nicht bei Schäden, die verstopfte Regenrinnen als Ursache haben

Ja, die Regenrinnenreinigung zu vernachlässigen, ist zu einfach, um es nicht zu machen. „Was soll schon passieren? Selbst wenn das Fallrohr mal verstopft, dann rufe ich jemanden, der das Teil wieder frei macht, fertig. Wenn die Fassade ein bisschen nass geworden ist, dann ist das halt so. Man muss doch nicht gleich den Teufel an die Wand malen.“

Stimmt, Frau/Herr Easy, die Farbe können Sie sich für den Maler sparen, der die Spuren der Wasserschäden beseitigen muss. Im Falle eines Reihenhauses vielleicht auch bei Ihrem Nachbarn. Auf Ihre Kosten. Ja, richtig, was auch immer Ihr verstopftes Fallrohr in Mitleidenschaft zieht, geht das auf Ihren Deckel.

Klar, sollte das Rohr platzen, ohne dass dies auf die Vernachlässigung Ihrer Instandhaltungspflicht zurückzuführen ist, dann haben Sie gute Karten bei der Versicherung. Doch wenn nicht gerade der Lieferant der Flaschenpost oder der Sturm Ihr Fallrohr mitgenommen hat, dann gibt es praktisch nur zwei Gründe für ein geplatztes Fallrohr:

  • Verstopft und marode.
  • Marode und verstopft.

Wenn der Schaden also groß genug ist, dürfen Sie davon ausgehen, dass die Versicherung der Ursache etwas genauer auf den Grund geht.

Wenn die eigene Nachlässigkeit zum Problem des Nachbarn wird

Das mit dem Schaden beim Nachbarn ist übrigens ein Bericht aus dem wahren Leben. Erst kürzlich rief uns die Eigentümerin eines Bremer Hauses an und bat uns, einen Sachverhalt einzuschätzen. Ihr Nachbar erlitt beim jüngsten starken Regen einen enormen Wasserschaden über drei Etagen. Was entlarvte er als Ursache dafür? Genau! Das verstopfte Fallrohr seiner Nachbarin, die uns nun um Hilfe bat. Er hatte sie in den letzten Jahren schon mehrfach auf ihr verstopftes Fallrohr hingewiesen. Dennoch hatte sie die Regenrinne nicht reinigen lassen. Der Schaden durch dieses Versäumnis belief sich auf mehrere Tausend Euro – und die Versicherung zuckte nur mit den Schultern.

Wie fiel unsere Einschätzung aus? Nun, dass das verstopfte Fallrohr unserer Kundin die Ursache für einen erheblichen Wassersturz auf die Fassade und den daran befindlichen Balkonen war, hatte der findige Nachbar richtig rekonstruiert. Allerdings war die sekundäre Ursache für den Wasserschaden im Innenraum eine andere.Verstopfte Regenrinne an einem Bunker in Bremen

Die Balkone, die durch das verstopfte Fallrohr des Nachbarhauses zur Badewanne wurden, waren nicht dicht. Und das seit einer Ewigkeit, wie die typischen Merkmale von undichten Balkonen zeigten. Hätte der Nachbar unserer Kundin also mit Flüssigkunststoff abgedichtete Balkone besessen, hätte die Wassermasse niemals einen derartigen Wasserschaden verursacht. Doch so konnte das Wasser aus der verstopften Regenrinne unaufhaltsam in den Nachbarbalkon mit dysfunktionalem Gefälle plätschern und dort in das Mauerwerk des Hauses sickern – Etage für Etage.

Verstopfte Regenrinnen und Fallrohre im Winter

Nun ist eine mangelhafte Entwässerung bei flüssigem Wasser schon bedenklich. Ändert sich aufgrund von Minusgraden im Winter auch noch der Aggregatzustand des Wasserstaus in der Regenrinne, dann wird es umso haariger. Schwimmende Eisblöcke oder unter der Rinne hängende Eiszapfen in einer überfüllten Rinne warten nur darauf, der Schwerkraft zu folgen.

Steht Ihr Haus direkt an einem Bürgersteig, dann spielen Sie mit Ihrer Regenrinne russisch Roulette. Ob das Versäumnis Ihrer Pflicht nun einen Fußgänger oder ein Auto erwischt; wenn die Versicherung hinterfragt, haben Sie erhebliche Erklärungsnot.

Betrachten Sie das hier nicht als Panikmache, damit Sie uns für die Reinigung Ihrer Regenrinne beauftragen. So schön ist diese Arbeit dann doch nicht. Sehen Sie das hier stattdessen als Finanzberatung von jemandem, der schon unzählige kostspielige Schäden durch verstopfte Dachrinnen erlebt hat. Teure Fehler, über die man in keiner Zeitung liest.

Reinigung der Dachrinne an der Werkshalle der Seenotretter in Bremen

Wenn Ihnen dieser Artikel hilft, ein besseres Bewusstsein für Ihre Instandhaltungspflicht zu erlangen, dann ist er ein voller Erfolg. Tipp: wenn Sie einen anderen Betrieb als die LaGrand Handwerk GmbH für die Regenrinnenreinigung beauftragen, dann konsultieren Sie einen Dachdecker. Die (sollten) wissen, was sie tun und checken gleichzeitig den Zustand Ihrer Dachentwässerung. Schließlich wollen sich um andere Dinge kümmern, die mehr Lebensqualität implizieren als Wasserschäden durch verstopfte Regenrinnen und Fallrohre. Prävention Ihnen hilft dabei.

LaGrand® konsultieren

Marode Balkone im Hinterhof der Bremer Neustadt

Balkon in Bremen – selten wasserdicht

 

Ein dichter Balkon kann die Lebensqualität der Bewohner eines Bremer Hauses erheblich steigern. Ein undichter Balkon dagegen kann zum Fiasko werden. Plötzlich lässt der Balkon Wasser durch und dieses findet durch das Mauerwerk seinen Weg ins Innere des Hauses. Wird hier nicht gehandelt, entstehen beim nächsten Frost Risse, die das Haus noch anfälliger für Wasser und Kälte machen. Von der Beeinträchtigung der Statik ganz zu schweigen. 

„Aber die schönen Fliesen auf dem Balkon sind doch noch gut“

Mieter

Die meisten Hausbesitzer suchen hierbei die Ursache nicht einmal beim Balkon. Immerhin wurde dieser doch erst vor zehn Jahren gefliest. Sie können nicht verstehen, warum die Fliesen plötzlich Wasser durchlassen sollen.

Das ist dem Wasser jedoch egal, es kommt dennoch durch die Fliesenfugen. Beton oder Fugenmörtel, wie bei Fliesen, wird mit den Jahren porös und offenporig. Je mehr Fehler bei der Aushärtung des Fliesenmörtels gemacht wurden (Hohlraumbildung), desto schneller saugen sich die Fugen mit Wasser voll und platzen bei Frost auf. Gravierend viele Balkone in Großstädten, vor allem in Bremen, wurden nicht von versierten Fachbetrieben gefliest, sondern oftmals von Allroundern (ohne angemeldeten Betrieb). Das ist kurzsichtige Sparsamkeit.

Dennoch ist auch die Durchführung von einem Fachbetrieb kein Garant für einen auf Jahrzehnte dichten Balkon. In eine geflieste Balkonoberfläche kann über Jahre unentdeckt Wasser in die Betonplatte darunter einsickern, bevor es ins Hausinnere vorgedrungen ist. Darum glaubt der Hausbesitzer lange, alles sei in bester Ordnung. Wenn das Wasser dann von heute auf morgen durch Decke und Wand tropft, ist die Ratlosigkeit groß. Der Betrieb, der die Fliesen damals verlegt hat, ist entweder nicht mehr existent, weist jede Schuld von sich, oder wird gar nicht erst angerufen. Viele Kunden suchen dann anderweitig fachlichen Rat und melden sich z.B. bei der LaGrand Handwerk GmbH

Read more

Frontansicht einer Reihe von Bremer Häusern in Delmestrasse in Bremen

Das Bremer Haus – 1/2 Mio. € Wohn-Ikone

Das Bremer Haus ist eine Patchwork-Konstruktion aus dem 19. Jahrhundert – mit dem Ziel, ein  Jedermann-Wohnhaus der hanseatischen Großstadt zu sein. Die Varianten des Bremer Hauses reichen von pompös bis schlicht, von vierstöckig bis zweistöckig (damals sogar oft einstöckig), von auffallend, bis versteckt. Wie auch immer sich ein Bremer Haus dem Betrachter präsentiert, es ist unverwechselbar. Sein Charme regt die Wohn-Fantasie an. Das Bremer Haus macht Lust auf Wohnen und ist darum für viele Menschen das Synonym für Heimat. Die bundesweit höchste Wohneigentumsquote von 38,4% spricht für sich.

 

Das Bremer Haus wurde in seinen Anfängen von angesehenen Architekten belächelt und kritisiert. Dennoch überlebte es diverse Architekturrevolutionen wie z.B. die Charta von Athen und wurde – ganz hanseatisch – im Stillen zum Erfolgsmodell des Städtebaus. Das Bremer Haus kann die Bürger einer Großstadt beheimaten und trotzdem ein lockeres, grünes, verspieltes und einladendes Stadtbild erhalten. Im Bremer Haus findet der Betrachter Highlights aus Klassizismus, Renaissance, Gotik und Jugendstil. Eine Symbiose, die kein anderes Konzept bisher dem Bremer Haus streitig machen konnte. Am nächsten kommen nur die Oldenburger Hundehütte oder das Berliner Mietshaus.

 

Die Seitenstraßen der Hansestadt sind primär durch den Charakter des Bremischen Architekturerbes noch heute lebendige Museen, die an regenfreien Sonntagen unzählige Passanten zu Flaneuren machen. Das individuelle Fassadenspektakel der meist in Reihe stehenden Bremer Häuser erfreut die Spaziergänger wie ein begehbares Wimmelbuch – nicht ahnend, dass ihre kindliche Begeisterung von den Bewohnern der Bremer Häuser ganz genau wahrgenommen wird. Ein Phänomen, das nur Bremer kennen, die in einem Bremer Haus wohnen.

Read more

Auf dieser Seite verwenden wir technisch essenzielle Cookies, um eine einwandfreie Website gewährleisten zu können. Wie wir diese Cookies verwenden, können Sie in unserer Datenschutzerklärung nachlesen.