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LaGrand Handwerk GmbH

Abdichtungen | Balkone | Dachbegrünungen | Solaranlagen

Hausverwaltung

„Du brauchst nur ein paar Hausverwaltungen, dann bist du safe!“ Er stand da, zwei schwarze Billardkugeln im Gesicht, die im matten Licht über dem Tresen glänzten, als hätte er gerade ein seltenes geflügeltes Wort von sich gegeben. Es war faszinierend, wie selten er in diesen Momenten blinzeln musste. Erstaunlicher ist jedoch, wie lange ich an dieser „Weisheit“ vom Dachdecker-Veteran knabberte. Immerhin trifft sie auf viele Handwerksbetriebe zu; bilden Hausverwaltungen doch den Einband des sagenumwobenen Auftragsbuches. Wobei ich erwähnen muss, in meiner recht umfänglichen Bibliothek zu keiner Zeit ein solches Auftragsbuch geführt zu haben. Stattdessen fülle ich meinen digitalen Kalender, der mit all meinen Geräten synchronisiert ist – seit neustem auch mit meiner Armbanduhr, man entwickelt sich ja. Papier ist romantisch, manchmal auch greifbarer, dafür weniger interaktiv, schweigsam, bis es irgendwann durchbrennt. Vorzugsweise mit den Bäckertüten vor der Windschutzscheibe.

Als Handwerksbetrieb für eine Hausverwaltung zu arbeiten, bringt den weiteren Vorteil mit sich, nicht direkt mit den Kunden hantieren zu müssen. Ein schlechter Eindruck fällt da nicht so ins Gewicht; die Hausverwaltung ist froh um jedes Gewerk, das in derselben Woche aufkreuzt, in der es sich angekündigt hat. Sie wissen schon, Papier ist geduldig. Wie auch immer, der Inhaber eines Handwerksbetriebs muss nicht unbedingt zum Menschenfreund des Jahres gekürt worden sein, um ein Auftragsbuch zu besitzen, das überquillt wie Reisekoffer vor der Rückreise. Klüngelei zahlt sich aus. Naja, nicht für sie als Eigentümer – irgendwer muss schließlich auf der Strecke bleiben. Von der Bürde als Mieter will ich gar nicht erst anfangen. Oder vielleicht doch, nur ein bisschen.

Zwangsehe mit der Hausverwaltung

Schuldig, die obige Einleitung über Hausverwaltungen mag einen spöttischen Anklang mit sich ziehen wie ein überparfümierter Jugendlicher. Das muss an meiner Beobachtungsgabe liegen. Vielleicht flirte ich auch einfach zu gerne mit dem schwer zu erobernden Sarkasmus, während mir der billige Zynismus zuzwinkert. Bremer Humor ist, wenn man trotzdem nicht lacht. So hört der Spaß in den Wohnungen Bremens spätestens mit der Erkenntnis auf, von einer vom Stupor befallenen Hausverwaltung abhängig zu sein, die man selbst engagierte und Monat für Monat ohne Return on Investment brav bezahlt. Idealerweise in einem um sich selbst kreisenden Boot der Eigentümergemeinschaft. Jedes Mal, wenn mir dagegen die Erkenntnis kommt, unvermittelt zur Klagemauer von Mietern und Eigentümern geworden zu sein, frage ich mich: Was war der eigentliche Berufsethos einer Hausverwaltung? Moment, Wikipedia sagt, schon Seneca beschwerte sich in einem Brief über seinen Hausverwalter. Auf teurem Papyrus. Mit einem in Ofenruß getauchtem Schilfrohr. Das nenne ich Groll.

An diesem Punkt kann ich die Katze wohl aus dem Sack lassen. Hausverwaltungen sind mir ein Gräuel. Unverbindliche, bis nichtexistente Kommunikation mit überwältigend schlechter Zahlungsmoral (meine Rekordwartezeit beträgt ein halbes Jahr für ca. 250€). Bei diesen beiden Eigenschaften rümpft der Mensch mit Werten die Nase, mit etwas Photoshop und hochgestochenen Worten neben einem vertrauensvoll klingenden Namen sind dies jedoch wahre Tugenden, die für jene, die groß rauskommen wollten, dann aber von der Realität heimgesucht worden, zu passivem Einkommen führen.

Geldautomat Mehrfamilienhaus

Sicherlich zieht mein stacheliger Besen auch die guten und gewissenhaften Hausverwalter zu Unrecht unter den Teppich der schwarzen Schafe. Meiner Erfahrung nach handelt es sich bei den Hausverwaltern um eine Herde aus schwarzen Schafen, in denen man die moralische Minderheit sucht, welche die Binsenweisheit des Dachdecker-Veteranen nicht wie folgt formuliert: „Du brauchst nur ein paar dumme Eigentümer, dann bist du safe!“

„Es tut mir leid, dass die Situation so ist. Ist aber typisch”. Ich verabschiede mich. Sofern Oma Mieterin ist, wird sie meinen Verweis auf einen Anwalt oder Mieterschutzbund derart beantworten: „Ach, wissen Sie, in meinem Alter will man nicht mehr vor Gericht ziehen.“ Gesetzt den Fall sie ist sogar Eigentümerin, die das Ghosting der Hausverwaltung als „sehr beschäftigt“ deklariert, so kann ich nur wangenfleischkauend davonziehen, mich mit meiner Frau darüber auslassen.

Der Gier ausgeliefert

Das Beispiel der 85-jährigen ist dabei nicht nur reißerisch, sondern leider auch real. Alter, Lebenslage und Geschlecht sind divers, doch bisher fand ich sie, die Gearschten in der Kette des Geschäfts, für das man grundsätzlich nur einen Eintrag im Branchenregister braucht*, in jedem größeren Mehrfamilienhaus, deren Hausverwaltung mich (damals, als ich noch naiv war), für eine Regenrinnenreinigung beauftragte, obwohl die Bestandteile des Daches bereits wie ein Suizidaler dort oben standen und drohten, sich in die Tiefe zu stürzen. Kein Respekt vor dem Bauwerk, keine Empathie mit den Bewohnern, keine Ernsthaftigkeit für die Verantwortung, der sie sich verpflichtet haben.

Für die rückgratlose Geldgier, die in solchen Fällen aus jeder Fuge drückt, muss die Schwärze des passenden Humors erst noch angerührt werden. Freilich halten diese Leute, deren stinkender Kopf immer sein „da kann ich Ihnen nichts zu sagen“-Personal vorschickt, an dem Glaubenssatz fest, gewisse Dinge würden sich schon von selbst regeln. Oder ein Gang zum Friseur helfe bei einem Hirntumor.

*Wikipedia sagt zum Thema Hausverwalter: „Gesetzlich ist für die Tätigkeit von Hausverwaltern in Deutschland, entgegen der Situation in der EU, keine Qualifikation vorgeschrieben“

Wie findet man eine gute Hausverwaltung

Kritik ohne Lösung ist bekanntlich fruchtlos. Dieser Artikel soll zudem nicht bloß ein Gottesdienst sein, der vielen aus der Seele spricht, um am Ende mit „Tja, so ist das eben“ zu schließen. Wer mich kennt, weiß um meinen Hang zu Lösungen. Wenn der Stall sich nicht ändern lässt, muss man vielleicht selbst zu Stall werden. LaGrand Hausverwaltung. Bespickt mit unaffektierten Bildern aus dem realen Alltag eines Menschen, der wirklich versteht, was er da schreibt. Und? Klicken Sie drauf, wenn Sie vor Wut auf Ihre aktuelle Hausverwaltung mal wieder nach einer Alternative suchen, obwohl sie ahnen, wieder nur den identischen Schwall zu finden, auf den Sie schon einmal hereingefallen sind?

Gestehen muss ich, nichts von der Struktur einer herkömmlichen Hausverwaltung zu kennen. Ehrlich gesagt liegt mir nichts ferner als bei einer Thekenmannschaft für die Champions League zu trainieren. Die Energiewende ist auch kein Produkt der Erdölbranche. Mit meiner Ahnungslosigkeit, was das Nichtstun angeht, sollte ich eine solide Basis für den Job besitzen. Gepaart mit meiner Ahnung, wie wenig Menschen als Nummern behandelt werden wollen, könnte ich tatsächlich das ein oder andere richtig machen. Zuzüglich der Option, einfach selbst Hand anlegen zu könnnen, wenn sich ein Handwerksbetrieb mal wieder in seinem Dschungelbuch verloren hat, riecht es in der einen oder anderen Wohnung vermutlich nicht mehr nach Schimmel. Und im Hausflur nicht mehr nach ungenießbarem Fisch, wenn die neueste Ankündigung der Hausverwaltung im Flur hängt.

LaGrand konsultieren

Flachdach mit Kupferrinne wurde punktuell geöffnet, um es zu per Einblasdämmung aus Perlit zu dämmen

Einblasdämmung gegen Kältebrücken

Eine Einblasdämmung ist die perfekte Lösung für ungedämmte Dächer und Fassaden, die aus diversen Gründen nicht demontiert werden können oder sollen. Zumal die dazu verwendeten Dämmstoffe wie Perlit oder Zellulose einen hohen Nachhaltigkeitswert aufweisen.

 

Allerdings verhält es sich bei einer Einblasdämmung wie bei Gründächern oder PV-Anlagen: kleine Flächen sind für große Betriebe nicht lukrativ und werden somit als “nicht geeignet” deklariert. Die abgelehnten Hausbesitzer bleiben dadurch entweder auf ihren hohen Heizkosten sitzen oder müssen kostenintensive Sanierungsmaßnahmen vornehmen. LaGrand® schafft hier Abhilfe.

 

Prinzip einer Einblasdämmung

 

Eine Einblasmaschine ist eine sehr kraftvolle Maschine mit 1,5-4KW an Leistung. In der Regel müssen spezielle Generatoren her, um die Maschine in Betrieb nehmen zu können. Dadurch wird sichergestellt, dass die Einblasdämmung von einem Standpunkt aus viele Meter ohne Stauung durch alle Hohlräume und Zwischendecken geblasen wird. Dieser hohe Druck schießt die Dämmung aber auch durch jede Fuge, sodass Sie vermutlich noch Wochen nach der Einblasung Flocken in Ihrem Haus aufsammeln werden.

 

Nun, eine solche Leistung benötigt Platz und Gewicht. Somit befinden sich solche Maschinen oftmals in eigenen Anhängern. Dies macht eine Einblasmaschine sehr teuer für den Betrieb, der sie sich anschafft. So teuer, dass es auch im Internet Preise nur auf Anfrage gibt.

 

Schlussendlich muss sich eine Einblasmaschine in den Jahren nach dem Kauf amortisieren. Und dies geschieht am ehesten durch große Aufträge. Wenn Sie nun lediglich „kleine“ Kältebrücken verfüllen wollen, ohne gleich das Dach zu komplett zu sanieren, dann tragen Sie nicht wirklich zur Amortisation bei. Es sei denn, Sie zahlen einen hohen Aufschlag auf Ihre Einblasdämmung. Was wiederum die Frage aufwirft, ob eine Komplettsanierung nicht sinnvoller wäre.

 

Einblasdämmung für kleine Bauteile

Kreisrundes Loch in einem Flachdach befüllt mit Einblasdämmung aus Perlit
Die kreisrunde Öffnung des Flachdachs zeigt, wie viele Lagen Schweißbahnen bereits auf das Flachdach gebrannt wurden. Ein Abriss wäre sehr aufwendig und somit teuer geworden.

LaGrand® ist spezialisiert, handwerkliche und industrielle Methoden auch für Privathaushalte verhältnismäßig zu machen. Dazu muss das Prinzip hinter diesen Methoden verstanden und in Kontext gesetzt werden. Das Prinzip einer Einblasmaschine ist die Erzeugung von Luftdruck, um „flockige“ Dämmstoffe durch Hohlräume zu befördern. Der Kontext der Industrie ist die schnelle Dämmung von großen Gebäudehüllen. Primär sind dies vorgesetzte Fassaden oder Dachgeschossdecken. Je größer, desto günstiger ist eine Einblasdämmung im Gegensatz zur Komplettsanierung.

 

Das Prinzip der Einblasmaschine findet man in Alltagsgegenständen wieder, die in vielen Haushalten anzutreffen sind: Im Staubsauger und im Laubbläser. Beide Geräte saugen Partikel ein, indem Luftdruck erzeugt wird. Der Laubbläser eignet sich aber weitaus besser zum Einblasen von Perlit, da er auf die Größe von Blättern ausgelegt ist. Ein Industriesauger mit Blasfunktion scheint erst einmal Potenzial als Einblasmaschine zu haben, doch dieser Zahn wird dem eifrigen Tüftler schnell gezogen. Diese Sauger sind maximal auf Sandkörner ausgelegt. Entsprechend zermahlt der Industriesauger das Perlit, verstaubt alles und jeden in einem Radius von 5 Metern, verstopft seinen eigene Motor, heult laut auf, als würde er eine Explosion vorbereiten, um dann einfach den Geist aufzugeben. Nun gut, dudurch habe ich gelernt, einen Staubsauger zu fixen. Wer weiß, wann diese Fähigkeit ihre Notwendigkeit offenbart.

Ein Laubbläser weist einen anderen Motor aus, sodass das oben beschriebene Szenario ausbleibt. Mit ein paar Modifikationen steht die “kleine Einblasmaschine” – bereit für den Kampf gegen Bremer Kältebrücken.

 

Sanfte Einblasdämmung

 

Gewiss hat auch ein umfunktionierter Laubbläser mit 3.000Watt bei weitem nicht die Blaskraft wie eine gestandene Einblasmaschine ab 1,5kW, aber das muss er auch gar nicht. Unser Motiv ist die Gaube eines typischen Bremer Hauses oder die wenige Quadratmeter große vorgesetzte Außenwand. Wir wollen lediglich unser Perlit* in die wärmeabgebenden Hohlräume (sog. Kältebrücken) befördern und sicherstellen, dass keine Stelle ausgelassen wird. Unsere “kleine Einblasmaschine” hilft bei diesem Vorhaben, indem sie die kleinen Kügelchen über ihren Schlauch in die punktuellen Öffnungen befördert, die wir vorab in der entsprechenden Wand/Decke hergestellt haben.

 

*Perlit ist ein perlenförmiges Naturgestein. Es eignet sich am besten für unsere Zwecke, da es nicht wie Zellulose unter Hochdruck verpresst werden muss, um Klumpenbildung zu vermeiden. Perlit lässt sich rieseln und klumpt nicht.

Löcher im Flachdach für Einblasdämmung aus Perlit
In das Flachdach werden mehrere Löcher gebohrt, um sicherzustellen, dass das Perlit wirklich optimal verteilt wurde. Bei einer großen Einblasmaschine kann man sich da nie ganz sicher sein. Erst die Wärmebildkamera im Winter zeigt, ob die Kältebrücken wirklich geschlossen wurden.

In einem Flachdach dagegen werden in jedem Sparrenfelder mehrere Löcher durch die Dachhaut gebohrt, das Perlit händisch eingefüllt und dann mit dem Laubbläser, der jetzt ein Perlitbläser ist, im Sparrenfeld verteilt. Das Ergebnis ist dabei identisch mit dem der großen Einblasmaschine. Der entscheidende Unterschied ist, dass der Dämmstoff nicht über einen 10-12 Meter langen Schlauch befördert werden muss, sondern lokal, also direkt am Bauteil, eingeblasen bzw. eingeschüttet wird. Dadurch ist kein immenser Energieaufwand vonnöten. Gleichzeitig wird unserem Kontext Rechnung getragen: eine effiziente Dämmungsmaßnahme für Bremer Privathaushalte zu erreichen.

Flachdach mit Kupferregenrinne wurde mit Bitumenmasse beschichtet, nachdem es mit einer Einblasdämmung gedämmt wurde
Nach der erfolgten Einblasdämmung wurden die Löcher im Flachdach mit Flüssigkunststoff und PP-Vlieseinlage geschlossen. Die gesamte Dachfläche wurde schließlich mit einer Bitumen-Kautschuk-Masse beschichtet. Da hier die Sparrenhöhe ausreichend für eine effektive Dämmung war, wird auf der Dachfläche direkt ein Gründach verlegt. Alternativ hätten wir noch ein Umkehrdach installiert.

Die ideale Dämm-Kombi

 

Sollten z.B. die Sparren Ihres Flachdachs nur 140mm hoch sein, sodass die Dämmwirkung der Einblasdämmung nicht ausreicht, so haben Sie die Möglichkeit, Ihr Flachdach zusätzlich mit einem Umkehrdach zu dämmen. Hierzu wird eine wasserabweisende XPS-Dämmung (Extrudiertes Polystyrol) auf der Dachhaut verlegt und anschließend mit einem Gründach beschwert. Dies spart nicht nur die Demontage des Flachdachs, sondern sorgt neben der neuen hochleistenden Dämmung des Daches auch für eine unbegrenzte Haltbarkeit, da die UV-Strahlung der Sonne nicht weiter die Schweißbahn des Daches zerstört.

 

Falls Sie meinen, die Lösung für Ihre Kältebrücken gefunden zu haben, so schildern Sie Ihr Anliegen gerne per Email oder Messenger-Nachricht.

Stromspeicher von LaGrand mit Lithium-Ionen-Akkuzellen, Spannungswandler und Ladegerät in einer Holzkiste

Alte Akkus, neuer Stromspeicher

Als Stromspeicher von Solarstrom dominieren derzeit überwiegend zwei Batterie- bzw. Akkutypen den Markt: Lithium- und Blei-Akkumulatoren. Lithium ist leistungsfähiger, aber aufwendiger in der Produktion. Demnach sind Lithium-Akkus teurer, halten aber länger bei gleichzeitig besserer Performance – vor allem Lithium-Polymer-Akkus (LiPo). Doch beide Akkumulatoren haben schwerwiegende Defizite, die der Elektrifizierung unseres Alltags im Wege stehen. Sie implizieren giftige, umweltbelastende und entzündliche bis explosive Elemente und moralisch bedenkliche Herstellungs- und Entsorgungs- bzw. Recyclingprozesse. Aus diesem Grund upcycelt die LaGrand Handwerk GmbH fälschlich für tot erklärte Akkus aus E-Bikes und Autos, indem sie diese in unbegrenzt haltbare Stromspeicher für Balkonkraftwerke umwandelt.

 

Der beste Stromspeicher für Balkonkraftwerke (Strom trotz Blackout)

 

Die Frage nach einem Stromspeicher ist insbesondere bei Balkonkraftwerken von Bedeutung, denn diese liefern bei einem Stromausfall, einem sogenannten Blackout, ebenfalls keinen Strom. Da ist es sinnvoll, über einen Stromspeicher zu verfügen. Wer schon aber einmal nach einem halbwegs brauchbaren Stromspeicher umgesehen hat, weiß, dass die Preise nicht ohne sind. Der mobile Speicher von Ecoflow ist eine verbraucherfreundliche und ansehnliche Lösung; mit etwas mehr als 1 kWh und einem Preis von knapp 1200€ jedoch eine recht teure. Einen haushaltsüblichen Kühlschrank mit einem Verbrauch von 200Watt pro Stunde wird er nur mit Ach und Krach über die Nacht bringen. 1000 Watt durch 200 Watt ergeben 5 Stunden an Betriebszeit. Bei voller Ladung, bis kaum noch arbeitswillige Ionen in den Zellen stecken. Hinzu kommt, dass es sich bei solchen Speicherlösungen oftmals um brandgefährdete Lithium-Polymer-Akkus handelt, deren Herkunft fast immer unbekannte Fabriken in China sind.

Wir upcyceln ausschließlich Lithium-Akkuzellen von LG, Panasonic und Sony, die überwiegend aus E-Bike-Akkus von Bosch stammen. Die daraus entstehenden Akkublöcke verfügen überdies über Zellwächter und mitsamt Unter- bzw. Überspannungsschutz des Spanungswandlers handelt es sich hier um einen recht kommunikativen Stromspeicher, der frühzeitig signalisiert, wenn irgendwelche Zellen ein Problem haben. Ein BMS-Modul (Battery Management System), das sonst Lithium-Akkus kontrolliert, ist dagegen ein recht schweigsamer Zeitgenosse; dieses schaltet den Akku einfach ab, wenn ihm was nicht passt, und der Nutzer hat keine Möglichkeit, seinen Akku je wieder zu betreiben – wenngleich vielleicht nur eine Zelle kaputt ist.

 

Das Sicherheitssystem von Lithium-Akkus – Fluch und Segen zugleich

 

Insbesondere bei den mit Vorsicht zu genießenden Lithium-Polymer-Akkus (LiPo) macht das BMS-Module lieber etwas früher dicht, auch wenn der Akku im Grund noch voll intakt ist; dazu reicht es z.B. den Akku einfach mehrere Monate ohne aufweckende Aufladung liegen zu lassen. Die Zellen entleeren sich, bis das BMS einen kritischen Bereich erkennt und keinen Strom mehr durchlässt. Dies ist übrigens das mehrheitliche Schicksal jener Akkus, die wir zum Upcycling erhalten. Überdies hat sich auf diese Weise auch unser LiPo-Akku aus unserer Drohne verabschiedet. Klar, ein neuer Akku kostet für unsere Drohne “nur” 50€, aber die Kosten für die Umwelt läppern sich, wenn jeder seine im Tiefschlaf befindlichen no-Name LiPo-Akkus einfach über die Recycling-Kette zurück nach China entsorgt.

 

Weil die sicherheitsbedingte vorzeitige Abschaltung von Lithium-Akkus das große Problem von aktuellen Stromspeichern ist, ersetzen wir das BMS durch Zellwächter und einen zuverlässigen Service, bei dem sich unsere Augen, Hände und Hirnhälften mit den Stromspeichern befassen. Sollte der Zellwächter einen ungewöhnlichen Leistungsabfall signalisieren, werden defekte Zellen einfach ausgetauscht und der Akku kann wieder mit voller Kapazität betrieben werden. Damit verliert der Nutzer nie die Kontrolle über seinen Stromspeicher und ist nicht gezwungen, einen komplett neuen Akku für viele Tausend Euro zu kaufen. Wenige schwache Zellen sollen nicht das gesamte System gefährden. Mit LaGrand haben Sie einen Ansprechpartner und schnelle Hilfe zur Hand statt ein eigensinniges chinesisches BMS-Modul.

 

Lithium-Ionen-Akkuzellen als Stromspeicher in einer Munitionskiste aus Holz
3,3 kWh im shabby-chic-Look

Der diskrete, individuell zugeschnittene Stromspeicher

 

Stromspeicher sind allemal nicht schön. Es sind überwiegend klobige, schwere Blöcke, die Platz einnehmen.  Das müssen sie aber nicht sein. Unsere Akkublöcke verschwinden z.B. in ansehnlichen Möbeln aus Holz. Obwohl Holz, da brennbar, irgendwie falsch klingt, ist es genau richtig, da nicht leitfähig, flexibel, leicht, kostengünstig und umweltfreundlich. Gewiss wird das Innere des Möbelstücks (z.B. eine Schatzkiste, eine Sitzkiste etc.) mit einem Brandschutz imprägniert, der bei einem etwaigen Brand zu einem nicht brennbaren Gas umgewandelt wird und das Feuer erstickt. Sie können sich also nicht nur die Dimension ihres Stromspeichers aussuchen, sondern auch seine Erscheinung in Form eine Möbelstücks. Dies können Sie selbstverständlich auch selbst herstellen und per Anleitung feuerfest machen, während wir lediglich die Akkublöcke liefern.

Neben Details.Fairsichern.Wert® ist das Kredo bei LaGrand: Es gibt für alles eine Lösung. Sie müssen lediglich mit Ihren Bedingungen und Vorstellungen eine Email mitsamt Mobilrufnummer für WhatsApp, Signal, iMessage oder Threema verfassen, und dann kann es Stück für Stück weiter gehen. Idealerweise vollziehen Sie mit den Akkublöcken erst einmal einen unverbindlichen und kostenfreien Test von zwei Wochen, um zu prüfen, wie sich unser Stromspeicher verhält und wie Ihr persönliches Speichersystem überhaupt ausfallen soll. Ein großer Block, oder viele kleine? Wie auch immer, unsere Akku-Manufaktur kann fast alles umsetzen.

 

Haltbarkeit von alten Akkus

 

Klingt ja ganz toll, haben Sie sich beim Lesen vielleicht gedacht, doch es handelt sich immer noch um alte Zellen und keine neuen, wie lange halten die Dinger dann überhaupt? Und wenn nicht, dann unterstelle ich Ihnen diese kluge Frage einfach mal. Ja, es stimmt, es sind alte Akkus, um die 5 Jahre alt. Allerdings ist die Todesursache der defekten Zellen in der Regel nicht eine Ausreizung der Ladezyklen, sondern eine Unterforderung. E-Bikes und Autos können auch mal sehr lange stehen, und dieses Stehen schadet der Chemie in den Zellen.

Die von uns geretteten Zellen haben diese Härteprüfung jedoch überlebt und haben durch LaGrand noch ein ganzes Akkuleben von guten 5 Jahren vor sich – ggf. sogar mehr. Zumal bei der Herstellung ein Trick zum Tragen kommt, der die Zellen nie bis zu ihrem Zenit auflädt; dies kann die Lebensdauer nämlich verdoppeln. Dies gilt auch für Ihr Smartphone und alle anderen Geräte mit Lithium-Akkus; halten Sie es immer zwischen 30-80%, dann hält Ihr Akku sehr, sehr lange. Und an dieser Stelle sei daran erinnert, dass einzelne Zellen stets von uns ausgetauscht werden können, wenn sie schwächeln. Nach der einjährigen Garantie kann dann z.B. ein Wartungsvertrag geschlossen werden.

 

Achtung, der folgende Sektor enthält detailreiche Informationen zum Thema Akkus (weil, naja, ich finde das Thema anscheinend gut). Sofern Sie nur wissen wollten, wo Sie den besten Stromspeicher für Ihr Balkonkraftwerk erhalten können und dazu noch einen Freund, der Ihnen bei der Installation und Wartung zur Seite steht, dann können Sie hier stoppen und gleich eine Email verfassen. Ansonsten wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Weiterlesen. -Manuel Krämer, Geschäftsführer der LaGrand Handwerk GmbH

 

Beispiele für die Schattenseiten von Lithium- und Blei-Akkus:

 

 

Salzhügel in einer Salzwüste in Argentinien mit Maschinen im Hintergrund, die das Lithium für Akkus und Stromspeicher abbauen
Lithiumabbau in der Salzwüste Salina Grandes in Argentinien | ©Adobe Stock / Kseniya Ragozina

 

 

 

  • Die Elektroden von Lithium-Akkus besitzen einen flüssigen Elektrolyten. Dadurch können Dendriten (verirrte Lithiumpartikel) zur gegenüberliegenden Elektrode wandern und einen explosiven Kurzschluss verursachen.

 

  • Blei-Akkus können nicht einfach recycelt werden, sondern werden entweder exportiert, oder hierzulande zerlegt und Kohlenmonoxid-intensiv verbrannt, um diese Verbrennungswärme in Strom umzuwandeln. Auch das fällt unter „Recycling“.
Entsorgte Stromspeicher und Akkumulatoren in Containern auf einer Mülldeponie
Entwicklungsländern – Endstation für entsorgte Stromspeicher | ©Adobe Stock / dmitrydesigner

 

 

Funktion einer Batterie

 

Batterien sind sogenannte Primärelemente. Der Strom einer Batterie entsteht aus der chemischen Reaktion zwischen den beiden in ihr befindlichen metallischen Elementen. Die Elektronendifferenz der beiden Elemente in der Batterie (Elektroden) bildet die chemische Energie der Batteriezelle.

 

Ungebundene Elektronen auf der Atomhülle eines Elements wollen stets mit anderen freien Elektronen in der Hülle anderer Atome Bindungen eingehen. Der effizienteste ist hier der bevorzugte Weg. Durch die Bindungswilligkeit von Elektronen verfügt das Universum über unzählig viele Atomverbindungen, die eigenständige Materialien ergeben. Natriumchlorid ist zum Beispiel eine sehr starke Verbindung zwischen Natrium-Kationen (positiv geladene Natrium-Atome) und Chlor-Anionen (negativ geladene Chlor-Atome).

 

Elemente, die auf ihrer Atomhülle nur wenige zusätzliche Elektronen brauchen, um eine vollständig gefüllte (stabile) Hülle zu besitzen, sind potenzielle Elektronen-Akzeptoren. Elemente, die für eine saturierte Atomhülle nur wenige Elektronen abgeben müssen, sind potenzielle Elektronen-Donatoren.

 

Der Elektrolyt macht die Batterie

 

Je unterschiedlicher die Elektronenladungen auf den Atomhüllen der miteinander reagierenden Elemente in einer Batterie, desto höher der Elektronenaustausch. Die Reaktion findet über einen leitfähigen Elektrolyten statt. Natriumchlorid in Wasser ist zum Beispiel ein Elektrolyt, wenngleich ein schwacher. Wasser ist kein guter Leiter und Natriumchlorid hat einen neutralen pH-Wert von 7. Je saurer oder basischer ein Elektrolyt, desto besser können Elektronen ihn passieren. Schwefelsäue oder Natriumhydroxid (Ätznatron) sind weitaus bessere Elektrolyten.

 

Der Elektronenaustausch wird in elektrischer Spannung wiedergegeben. Die Maßeinheit der Spannung lautet Volt (nach dem Erfinder der ersten Batteriezelle: Alessandro Volta).

 

Spannung allein sagt aber noch nichts über den elektrischen Strom aus. Die Ladung ist entscheidend und gibt an, wie viel Elektronen-Bewegung in einem leitenden Element bzw. einer Batterie-Zelle stecken. Gemessen wird die Ladung in Ampere (benannt nach dem Pionier der Elektrodynamik: André-Marie Ampère).

 

Jedes Element hat von Natur aus eine bestimmte Ladung. Mithilfe eines Elektrolyten können Elemente ihre unterschiedlichen Ladungen austauschen. Nachdem diese Ladung (z.B. zum Betreiben eines Gerätes) vollständig ausgetauscht und in elektrischen Strom umgewandelt wurde, ist die Batterie leer und nicht mehr aufladbar. Die chemische Energie wurde nicht umkehrbar in elektrische Energie umgewandelt. Diese Entladung des Elements wird Oxidation genannt. Rost ist zum Beispiel die sichtbare Elektronenabgabe von Eisen an Sauerstoff – das Eisen ist oxidiert.

 

Eine leere Batterie ist nichts anderes als eine Zelle, deren Elektronen-Donator vollständig oxidiert wurde. Die Batterie muss dann speziell entsorgt werden. Diese Nutzungslimitierung macht Batterien für energieintensive Geräte des Alltags umwelttechnisch höchst problematisch.

 

Die Superpower von Akkumulatoren

 

Akkumulatoren oder Akkus sind im Gegensatz zu Batterien Sekundärelemente. Sie speichern elektrische Energie in Form von chemischer Energie. Das magische Wort ist hier speichern. Nachdem der Elektronen-Donator der Akku-Zelle seine Elektronen vollständig über den Elektronen-Akzeptor an den Verbraucher abgegeben hat, ist der Akku wie eine Batterie ebenfalls leer. Allerdings ist das Leben eines Akkus damit nicht vorbei. Der Akku kann im Gegensatz zur Batterie wieder aufgeladen werden. Sein Elektronen-Akzeptor oxidiert nicht. Jedenfalls lange nicht so schnell wie der in einer Batterie.

 

Das Geheimnis einer Akku-Zelle liegt vor allem in seinen Additiven. Diese Additive schützen den Elektronendonator vor Oxidation. Passivierung der Anode ist der Fachbegriff für diesen Schutz. Dies geschieht, indem das Additiv beim Entladevorgang des Akkus einen Schutzfilm um den Elektronendonator ausbildet. Dieser Schutzfilm löst sich mit der Aufladung wieder. Meistens handelt es sich bei diesem Additiv um ein Oxid, das schneller an der Anode ist als der korrosive Stoff in der Zelle.

 

Über- und Tiefenentladung können diesen Schutz jedoch zerstören. Darum verfügen Lithium-Akkus über einen kleinen Chip, der die Tiefenentladung verhindert. Zum einen, um die Oxidation zu reduzieren, aber auch um die Ausbildung von Dendriten zu verhindern. Lithium, das während der Ladevorgänge in den Elektrolyten übergeht, wandert durch inkorrekte (Ent-)Ladevorgänge nicht zurück zur Elektrode, sondern verbleibt im Grenzbereich zwischen Kathode und Anode. Dieser Grenzbereich ist durch einen Separator getrennt. Es handelt sich hier um eine sehr dünne, mikroperforierte Barriere – i.d.R. aus einem Kunststoff. Dieser Separator verhindert, dass sich Anode und Kathode zu nahe kommen und einen Kurzschluss auslösen. Doch die vom Lithium gebildeten Dendriten können diese Barriere über Zeit durchbrechen.

Aufbau eines Lithium-Akkus als zylindrische Zelle
Aufbau eines Lithium-Akkus als zylindrische Zelle | ©Adobe Stock / Naeblys

Ein Lithium-Akku, der nicht mehr zuverlässige Leistung aufbringt, sollte unbedingt gewechselt werden. Im besten Fall kündigen sich gefährlich werdende Dendriten durch eine stetig schlechter werdende Akku-Performance an.

 

Quick Info: In hochwertigen Uhren befinden sich keine Batterien, sondern Federn, die durch die Bewegung des Handgelenks aufgezogen werden. Die Spannung der Feder (Spiralfeder) treibt das Uhrwerk an. Es handelt sich hier somit um mechanische Energie.

 

Die Säulen einer sauberen Elektrifizierung

 

Gewiss sind Akkumulatoren für die voranschreitende Elektrifizierung unserer Welt unabdingbar. Aber ein Akku ist nicht gleich umweltfreundlich oder moralisch vertretbar. Indem für die Elektrifizierung der reichen Länder Mensch und Natur der armen Länder geopfert werden, wiederholen wir nur die Fehler der Ära der fossilen Energieträger.

 

In seinem Buch „Speed & Scale“ verweist John Doerr auf die Ärmsten Regionen der Welt als größte Leidtragende des Klimawandels, wenngleich sie die geringste Schuld tragen. Die Ärmsten der Armen vor Dürre, Smog und Flutwellen zu schützen, ist solidarisch und moralisch notwendig. Sie stattdessen mit den Giften unserer Stromspeicherung zu verfluchen und wegzusehen, ist dagegen eine groteske Ironie. Smartes, regionales Ucycling alter Akkus mit gleichzeitigem Empowering der Ärmsten durch Bildung und saubere Energietechnologien impliziert Win-Win. Wir reduzieren unseren CO2-intensiven Sondermüll und die Abhängigkeit von chinesischen Stromspeichersystemen. Die vernachlässigten Regionen der Welt können durch den Aufbau einer sauberen, unabhängigen und replizierbaren Energiewirtschaft neue Lebensstandards entwickeln.

 

Die Hauptsäule einer ökologisch und moralisch vertretbaren Elektrifizierung besteht aus sauberen Stromgeneratoren wie Solarpanels oder Windgeneratoren. Womöglich auch Atomkraftwerke wie jenes von Bill Gates und seinem Forschungsunternehmen „Terrapower”. Dieses soll Kernschmelzen-sicher sein und als Energiequelle Atommüll nutzen. Der erste kleine modulare Reaktor wird aktuell in einer Fabrik gefertigt und später in Wyoming, USA, aufgebaut. Allein das ist revolutionär, trägt aber nicht zur Entmonopolisierung der Stromerzeugung bei.

 

Weitere essenzielle Säulen sind Mobilität und Wohnen. Nur durch den sehr unwahrscheinlichen Erfolg von Tesla, erobern nun hochleistende E-Autos unsere Straßen. Die Elektrifizierung der öffentlichen Transportmittel ist unspektakulärer, doch nicht weniger progressiv. Wie einer unserer Gründach-Kunden nutzen stetig mehr Menschen selbst produzierten Strom für Ihr Fahrzeug. Neue Wärmepumpen beheizen immer mehr Häuser per Strom – idealerweise auch hier mit PV-Strom vom eigenen Dach. Strombedarf und saubere Stromproduktion wachsen täglich. Parallel sinkt der Bedarf an fossilen Energieträgern. Jeder Verbrennungsmotor, der durch einen E-Motor ersetzt wird, jede Gas- oder Ölheizung, die durch eine Wärmepumpe ersetzt wird, sorgen für das Vorankommen der Energiewende. Strom ist seit über 100 Jahren das Monopol riesiger Konzerne. Nun wird Strom dezentralisiert, demokratisiert und solidarisiert.

Darstellung von Sonneneruptionen auf der Sonnenoberfläche, die Elektrogeräte und Akkus zerstören können
Sonnenenergie entsteht aus der in ihr ablaufenden Kernfusion. Wasserstoff wird in Helium umgewandelt. Der dabei entstehende Masseverlust dieser Reaktion strahlt Energie ins Weltall ab. Sonneneruptionen sind Energie-Schockwellen, die das Potenzial haben, unsere elektronischen Geräte zu zerstören | ©Adobe Stock / Peter Jurik

 

Die Stromspeicherung als Richtungsweiser in der Klimakrise

 

Nun haben wir auf der einen Seite die saubere Stromproduktion und auf der anderen den sauberen Stromkonsum. Das Bindeglied dieser Säulen ist die saubere Stromspeicherung.

 

Wie im Holzbau sind zwei vertikale Träger (Stiele) allein noch kein robustes Bauwerk. Es ist eine zuverlässige Verstrebung vonnöten, die das Bauwerk für Schubkräfte stabilisiert. Wenn die Elektrifizierung unserer Gesellschaft also ein Haus ist, dann steht es auf Stielen mit ungleicher Verstrebung. Die einen haben ein Zimmer mit robustem Rahmenbau, andere haben nur einen kümmerlichen Bretterverschlag als Zimmer. Andere wiederum kommen gar nicht erst ins Haus, sondern müssen im Anbau mit den Mülltonnen leben. Fest steht aber, dass schon der nächste Sturm das gesamte Haus zerstören kann – egal in welchem Zimmer man sich befindet.

 

Die aktuelle Batterieforschung geht derzeit primär in eine Richtung: Performance. Seit einem Jahrzehnt wird die hochleistungsfähige Solid-State-Batterie angekündigt. Sie soll sich in wenigen Minuten komplett aufladen und ewig halten. Zielmarkt: Autoindustrie. Die Stromspeicherung, die ihr Augenmerk auf Ökologie statt High-Performance legt, genießt kaum Attraktivität. Dies ist reine Marktlogik. Hersteller von Akkumulatoren sind nur bei hoher Stückzahl wettbewerbsfähig. Dazu benötigen sie aber Maschinen, die ihre Akkus bauen. Diese Maschinen sind meist komplexer als das Produkt selbst. Die Autoindustrie ist besonders stark in der Massenproduktion. Sie verfügt über die Ressourcen, eine vielversprechende Akkutechnologie schnell wettbewerbsfähig zu machen. Ein Akkuhersteller, der für seine Investoren Zahlen liefern muss, buhlt um die Produktions- und Investmentpower der Autoindustrie. Den Lithium-Akkumulator abzulösen, ist der Heilige Gral eines jeden Unternehmens, das sich auf die Herstellung von Akkus spezialisiert hat.

 

Der Super-Akku der Zukunft

 

John B. Goodenough ist der Pate der Akkuforschung. Er war maßgeblich an der Entwicklung des Lithium-Akkus beteiligt, der heute unsere Smartphones betreibt. Am 25.07.2022 wurde er 100 Jahre alt und forscht noch immer an neuen Akkus. 2016 enthüllte er seinen jüngsten Vorschlag für das nächste große Ding nach dem Lithium-Akku: Ein Glas-Akku. Dieser Super-Akku besteht aus metallenem Lithium oder Natrium in hauchdünner Folienform als Anode (negativ geladene Elektrode). Die Kathode (positiv geladene Elektrode) besteht aus einer Mixtur, die entweder von Graphit, Schwefel, Mangandioxid oder einer metallorganischen Verbindung aus Eisen (Ferrocen) dominiert wird. Diese Mixtur wird auf eine ebenfalls hauchdünne Kupferfolie (die als Stromkollektor dient) aufgetragen.

 

Das Konzept vom Glas-Akku sorgte in der Fachwelt vor allem für Skepsis. Immerhin soll sich der Glas-Akku mit seiner Nutzung verbessern statt verschlechtern. Im ersten Moment widerspricht das dem zweiten Satz der Thermodynamik: In einem geschlossenen Raum nimmt die Zustandsgröße (Entropie) eines Stoffes niemals ab. Hier handelt es sich um ein fundamentales physikalisches Gesetz, das sich auch anders herum formulieren lässt. In jedem offenen Raum, nimmt die Entropie eines Stoffes zu. In unserer Realität interagiert jeder Stoff mit seiner Umgebung – vor allem in Form von Energieabgabe. Ideen, die dieses physikalische Gesetz brechen – wie das Perpetuum Mobile – sind in der realen Welt nicht funktional und können auch nicht geschützt werden. Wie also kann ein Akku mit seiner Nutzung besser statt schlechter werden?

 

Zwischen Genialität und Bruch der physikalischen Gesetze

 

Nur die physikalischen Gesetze sind Gesetze. Alles andere sind Vorschläge.

 

Ein Akku, der sich nicht in Betrieb befindet, gibt seine Energie langsam an seine Umgebung ab. Dies ist die gefürchtete Selbstentladung. Ein Akku in Betrieb mit wiederkehrenden Ladezyklen dagegen befindet sich in einem semi-geschlossenen Raum. Es fließt regelmäßig Strom, der ihn in seinen ursprünglichen Zustand (stromgeladen) zurückkehren lässt. Was den Zustand bisheriger Akkus jedoch über Zeit nachteilig verändert, ist vor allem der flüssige Elektrolyt. Dort staut sich während der Ladevorgänge Wärme, die den Elektrolyten ausdehnen und Gase emittieren lässt. Dies sorgt für eine Entropieveränderung des Elektrolyten erschwert dem Dopanten* stetig mehr, die Anode zu passivieren. Die Oxidation der Anode ist dadurch nur eine Frage der Zeit. Der Akku nimmt mit seiner Nutzung an Leistung ab.

 

*Durch das sogenannte Doping werden einzelne Atome (Dopanten oder Doping Agent) in einem Element durch ein anderes ersetzt, wodurch das Ausgangselement verbesserte Eigenschaften erhält – wie Leitfähigkeit oder Schutz der Anode (Passivierung).

 

Der Glas-Akku von Goodenough besteht aus einen Elektrolyten aus festem Glas. Die genauen Bestandteile sind Lithiumhydroxid, Lithiumchlorid und Bor (als Dopant für die Steigerung der Induktivität). Die Elektroden sind Mikrometer-dünn. Die Probleme des gegenwärtigen Lithium-Akkus wie die Gasung des Elektrolyten, Oxidation und Dendritenbildung sind beim Glas-Akku nicht gegeben. Somit kann auch hochkonduktives, aber mit Wasser explosiv reagierendes metallenes Natrium oder Lithium als Anode verwendet werden. Im Solid-State Glas-Akku finden keine Nebenreaktionen statt, sodass der Zustand dieses Akkus im mit Strom versorgten Raum nichts weiter als reine Konduktivtät mit kaum merklicher Selbstentladung ist. Das macht den Glas-Akku zurecht kontrovers, dennoch verstößt das Konzept nicht gegen physikalische Gesetze.

Schematische Darstellung von flüssigen Akkus und Festkörperakkumulatoren
Akkus mit Flüssigelektrolyten gegen Festkörperakkumulatoren | ©Adobe Stock / PATTARAWIT

 

Performance oder Klimaschutz

 

Ob der Glas-Akku überhaupt möglich ist, wird aktuell in Kanada erforscht. Hier kommt das Dilemma der Batterie- bzw. Akkuforschung zum Tragen. Ein herausragendes Akkumulator-Konzept, das keine physikalischen Gesetze bricht, ist noch lange kein guter Akkumulator. Ein Stromspeicher, der die Welt verändern soll, benötigt eine weitere Erfindung: Die Maschine, die ihn massenhaft bauen kann. Kann diese Maschine nicht zu verhältnismäßigen Kosten gebaut werden, bleibt jeder noch so geniale Akku ein Prototyp des Labors.

 

Inwiefern der Glas-Akku von John B. Goodenough dazugehört, wird sich zeigen. Allerdings sagen die produktionsintensiven Komponenten bereits eines voraus: Um ein sauberer Stromspeicher zu werden, muss erst die Glasherstellung revolutioniert werden. Glas wird mithilfe von enormer Hitze aus Quarzsand und Kalk hergestellt. Diese Hitze wird aktuell nur durch gasbetriebene Brennöfen erreicht. Eine Hoffnung ist die Wasserstoff-betriebene Glasherstellung. Dass der Glas-Akku irgendwann auch der Stromspeicher von solarproduzierenden Dächern oder den ärmsten Menschen der Welt sein kann, bleibt wohl bis auf Weiteres eine sehr optimistische Vorstellung.

 

Die Problematik bei Festkörperakkumulatoren

 

Ein fester Elektrolyt wie beim Solid-State-Akku geht immer auch mit Einbußen beim Leistungsgewicht einher. Flüssige Elektrolyte haben eine geringere Dichte als feste und sind somit leichter, während ihre Ionenleitfähigkeit über jener von nichtflüssigen Elektrolyten liegt. Demnach benötigt ein Festkörperakkumulator mehr Gewicht als ein Akku mit flüssigem Elektrolyten gleicher Leistung. Um die Automobilbranche zu revolutionieren, darf ein E-Auto nicht nur sauber sein; es muss auch leistungsfähiger sein. Das Leistungsgewicht des Akkus ist die Achillessehne von Tesla und Co. im Kampf um den Automarkt. Die aktuellen Risiken und Nebenwirkungen der aktuellen Lithium-Akkus mit flüssigem Elektrolyten müssen hingenommen werden.

Schematische Darstellung eines Solid-State-Akku mit diversen Schichten
Der Stromspeicher der Zukunft ist “All-Solid-State” | ©Adobe Stock / Павел Печёнкин

Anders sieht dies bei Bussen aus. Hier sind die Anforderungen an die Gewichtsleistung flexibler. Darum verfügt der eCitaro von Mercedes über einen Semi-Festkörper-Akku, der an verschiedenen Haltestellen oder Streckenabschnitten wiederaufgeladen werden kann. Es handelt sich hier um einen ca. 250kg schweren Lithium-Ionen-Polymer-Akku (LiPo) mit einem gelartigen Polymer-Elektrolyt. Da der Elektrolyt im Gel gebunden ist, gilt dieser Akku als Solid-State. Doch im Gegensatz zum Glas-Akku von John B. Goodenough handelt es sich hier nicht um einen absolut festen Elektrolyten. Dendriten können auch hier nach Jahren der Nutzung nicht ausgeschlossen werden. Ansonsten wäre hier auch der Einsatz von weitaus leitfähigerem metallenem Lithium unbedenklich. Ein weiterer Nachteil ist die notwendige Erwärmung des Akkus auf 70-80°C, damit der Elektrolyt leitfähig und der Akku betriebsbereit ist.

Auch in Bremen wird akribisch an Akkus mit komplett festen Elektrolyten geforscht. Doch auch hier erreichten die Forscher bislang „nur“ kleine funktionsfähige Prototypen. Ein Festkörper-Akkumulator in industriellen Maßstäben, der ein wettbewerbsfähiges Leistungsgewicht aufweist, bleibt das Ziel am Horizont. Der Herstellungsprozess für hohe Leistungsanforderungen ist enorm aufwendig und aktuell nicht zu verhältnismäßigen Kosten realisierbar. Darum gibt es aktuell auch keinen Solarspeicher aus einem Festkörper-Akku. Die Herstellung war bislang nicht wettbewerbsfähig.

Upcycling von defekten Akkus

 

In der gesellschaftlichen Debatte um die Energiewende stehen primär neue Technologien im Fokus. Zweifelsfrei sind disruptive Technologien essenziell für eine Abkehr von fossilen Brennstoffen. Die Hoffnung auf eine saubere Technologie in Sachen Stromerzeugung und Stromspeicherung beendet allerdings nicht die verschwenderische Lebensweise, die wir uns angeeignet haben – weil wir es konnten. Eine lebenswerte Welt, die wir gerne vererben, beginnt mit einem Paradigmenwechsel in der eigenen Denkweise. Ohne ein Verlernen der alten Gewohnheiten entsteht keine positive Veränderung. Dies bezieht sich auf die Klimakrise und alle anderen Probleme, mit denen wir als Menschen konfrontiert sind. Unser Müll ist der Spiegel unseres Seins.

Eingangs habe ich Beispiele der Schattenseiten in der Herstellung und Entsorgung unserer beliebtesten Akkus aufgezeigt. Eine neue Akku-Technologie mag viele dieser Defizite beseitigen. Doch was bleibt, sind die Blei- und Lithium-Akkus, die sich bereits im Umlauf befinden. Es werden täglich mehr. Tesla recyclelt seine Lithium-Akkus. Auch VW betreibt einen Recycling-Kreislauf für seine Lithium-Akkus. Doch nicht jeder Verkäufer von Lithium-Akku-Fahrzeugen verfügt über die Ressourcen wie Tesla und VW. Hier müssen die alten Akkus den Weg in den allgemeinen Recycling-Kreislauf finden. Die Recyclingquote ist für Lithium- und Blei Akkus zwar hoch, doch der Recyclingprozess ist vor allem für große Akkus logistisch und energetisch aufwendig und somit ein ökologisches Minusgeschäft. Auch hier gilt für eine Verbesserung des Recycling-Kreislaufs: Think global, act local.

Grafische Darstellung eines ökologisch sauberen Blei-Akkumulators als Symbol für das Upcycling von Blei-Akkus
Alte Blei-Akkus werden durch Upcycling zur “Green Energy” | ©Adobe Stock / Maksym Yemelyanov

Da sich Blei-Akkus hauptsächlich in Autos befinden, bilden Sie den Großteil der im Umlauf befindlichen Akkumulatoren. Besonders Akkus von Fahrzeugen, die lange standen, haben sich tiefenentladen. Um die Elektroden hat sich dadurch eine Bleisulfatschicht gebildet. Dieser Prozess nennt sich Sulfatierung. Sulfat auf den Elektroden beeinträchtigt die Leistung des Akkus, sodass er sich nicht mehr für die energieintensive Starthilfe von Verbrennermotoren eignet. De facto sind diese Akkumulatoren nicht defekt, aber für ihren Einsatz unbrauchbar. Vom Kfz-Mechaniker werden sie als defekt deklariert, ausgetauscht und entsorgt. Anschließend gehen sie in den ineffizienten Recycling-Kreislauf von Autobatterien über.

Das nachhaltige zweite Leben von Autobatterien

Die Sulfatierung wird allgemein als irreversibel bezeichnet. Dies in den meisten Fällen aber nicht der Fall. Mithilfe von hohen Stromschüben kann das Sulfat von den Elektroden gelöst werden. Dies bedeutet nicht, dass ein sulfatierter Blei-Akku lediglich reanimiert und wieder ins Auto eingebaut werden soll. Wenngleich dies möglich wäre. Der Clou besteht darin, den ineffizienten Kreislauf zu vermeiden, indem mehrere entsulfatierte Akkus ein zweites Leben als Stromspeicher von Solaranlagen erhalten. Der Stromspeicher einer Solaranlage wird ständig mit neuem Strom versorgt und auf Leistung geprüft. Das macht entsulfatierte Blei-Akkus zum idealen Upclycling-Baustein für Stromspeicher, der die Umwelt gleich doppelt entlastet. Es entfällt der aufwendige Recyclingprozess, zudem müssen keine neuen Akkus in Umlauf gebracht werden. Im weiteren Stadium des Upcyclings werden aus den reanimierten Blei-Akkus dann absolut sichere und leistungsfähigere Festkörperakkumulatoren gemacht.

Grafische Darstellung eines Wohnhauses, das gleoichzeitig nachhaltige Energie produziert und speichert
Häuser von Morgen sind nicht nur Wohneinrichtungen, sondern holisitsch gedachte Kraftwerke für ein sauberes, dezentrales Energienetz | ©Adobe Stock / hellokisdottir

LaGrand® ermöglicht vielen Hauseigentümern mit der Installation von kleinen Solarkraftwerken die Produktion von Solarstrom, wo große Solaranlagenbauer abgewunken haben. Als Inhaber der LaGrand Handwerk GmbH ist mir vor allem die Praxis von „grünem Handwerk“ und die smarte Wiederverwendung von Abfällen ein starkes Anliegen. Folglich ergibt es für mich nur Sinn, neben der Begrünung von Dächern und der Montage von kleinen Solaranlagen, unsere Umwelt auch mit dem Upcycling von Blei-Akkumulatoren zu entlasten. Wenn Sie also einen alten Blei-Akku aus Ihrem Fahrzeug holen, oder irgendwo defekte bzw. nicht mehr verwendete Akkus entdecken (ganz gleich welcher Art), dann sichern Sie diese bitte und geben uns Info. Damit sorgen Sie dafür, dass diese Akkus nicht auf einer Mülldeponie oder in einem Exportcontainer enden, sondern als saubere und ungefährliche Stromspeicher in Ihrer Nachbarschaft dienen können. Jeder gerettete Akku macht einen Unterschied. 


Featured Image: ©Adobe Stock / malp

Außenwand eines Hauses wird gedämmt und abgedichtet, um einen nassen Keller zu verhinden. Davor befindet sich ein kleiner Garten mit einer Sitzbank.

Nasse Kellerwände

Ein trockenes Haus wird primär mit einem dichten Dach assoziiert. Ein noch so perfektes Dach schützt aber nicht vor einem nassen Keller*. Hier kommt das Wasser nicht direkt von oben, sondern von unten und/oder von den Seiten. Undichte Stellen am Dach müssen nicht zwingend einen Wassereinbruch im Haus nach sich ziehen, aber im Erdreich gibt es kein Erbarmen. Je nach Lage des Hauses drücken die Wassermassen aus Grundwasser und einsickerndem Regenwasser mit enormer Kraft gegen Fundament und Mauerwerk. Undichtigkeiten werden hier zuverlässig bestraft. Aber meist nicht sofort mit einem kleinen Schadenbild, sondern sukzessive, um dann mit einem komplett vollgesogenen Mauerwerk oder gar gefluteten Keller zu überraschen.

*Das Wort “Keller” kommt aus dem spätlateinischen Cellarium, das in „Vorratskammer“ übersetzt werden kann. Der Ursprung liegt in Cella wie „enger Wohnraum, Zelle“. Wenn im Keller also keine Gefangenen à la Dunkelhaft gehalten wurden, dann diente er als kühle, dunkle Vorratskammer, die möglichst trocken bleiben musste, damit Schimmel nicht zum winterlichen Hunger führte. Wer in den vergangenen Jahrhunderten vor der Erfindung des (solarbetriebenen) Kühlschranks „kellerte“, der legte Vorräte an. Unsere Großeltern dagegen suchten Schutz im Luftschutzkeller. Wessen Wohnung oder Büro im Hochkeller liegt (mind. 50cm über dem Erdreich), der lebt oder arbeitet in einem Souterrain oder in der Tiefparterre.

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Prototyp der LaGrand Handwerk GmbH für ein Pflanzrohr als Fassadenbegrünung

Fassadenbegrünung ohne Risiko

Bis vor der Recherche zu diesem Artikel über Fassadenbegrünungen assoziierte ich mit dem Begriff “Klimatote” dramatische Flutkatastrophen, welche Küstenregionen von armen Ländern überfluteten und dadurch die dort lebenden Menschen entweder in den Tod rissen, oder zur Flucht zwangen – wodurch sie zu „Klimaflüchtlingen“ werden. Dieses Bild mag für einige Regionen der Welt sogar zutreffen, aber nicht für Deutschland. Hier gibt es kaum gefährdete (und schon gar keine armen) Küstenregionen. Dennoch viele Klimatote.

Klimatote durch Hitzewellen

Tatsächlich ist es das gleiche traurige Bild, das bei Corona-Toten die Ursachenklärung erschwert bis unmöglich macht. Alte Menschen, die zuhause aufgrund einer Hitzewelle alleine sterben und die erst nach Tagen gefunden werden. Das ist das reale Szenario des typischen Klimatoten in Deutschland. Es ist somit kein Wunder, dass die Berichte über Klimatote in Deutschland recht mager ausfallen. Wenngleich im Rekordsommer 2018 mit 20 Tagen über 30 °C allein in Deutschland ca. 20.000 Menschen aufgrund von Hitze starben.

„Ach, für mich könnte es auch in Deutschland im Sommer gerne um die 40 °C wie in Dubai sein.“ – Eine Mieterin aus Schwachhausen, nachdem wir ihrem Vermieter ein Gründach vorgeschlagen hatten. Es war an diesem Tag 30 °C heiß. In der hiesigen Wohnung. Überraschenderweise wurde aus der Begrünung des Daches nichts.

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Reale Detailaufnahme einer förderfähigen Dachsanierung mit einer Aufdachdämmung aus Holzfaser von Steico und dem Dachstein Rubin 11V von Braas

Förderung der Dachsanierung und das GEG

Falls Sie unter einem maroden Dach wohnen, durch das immer wieder Wasser ins Hausinnere dringt, dann könnte es sein, dass für Sie eine Dachsanierung in Betracht kommt. Allerdings geht ein neues Dach in der Regel auch mit einer neuen Dämmung einher. Vor allem, wenn im Zuge der Dachsanierung die Lattung und Schalung des Daches entfernt werden. Dann schreibt das Gebäudeenergiegesetz (GEG) vor, nach neuesten Standards zu dämmen.

In vielen Fällen ist die Dämmung auch gewünscht, in anderen dagegen lassen die Vorgaben des GEG jedoch die Kosten für ein dichtes Dach explodieren. Da liegt es doch nahe, die Fördermöglichkeiten für die Dämmung des eigenen Hauses in Anspruch zu nehmen, oder?

Wie so oft im Leben greift hier erst einmal: Es gibt nichts geschenkt. Vor allem nicht vom Staat. Wie bei der Gründach-Förderung gibt es Geld nur gegen Forderungen – wobei hier nicht der Hauseigentümer im Vordergrund steht, sondern die Gesamtwirtschaft der Bundesrepublik.

Mit diesem Vorwort wagen wir uns nun durch das Dickicht von Gebäudeenergiegesetz (GEG) und einer förderfähigen Dachsanierung. Vorab noch eine kurze Aufklärung zu den Werten, mit denen hier jongliert wird.

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Sedum-Matten für eine Extensivbegrünung sind auf einer Palette gestapelt und für den Transport in Folie eingepackt

Förderung Dachbegrünung in Bremen – Der All-In-Artikel

An dieser Stelle könnte ich auf die tollen Fördermöglichkeiten hinweisen, welche die Bremer Politik für alle Hausbesitzer mit Wunsch nach einer Dachbegrünung geschaffen hat. Allerdings schöpft das LaGrand®-Blog von Praxiserfahrung, die man als Hausbesitzer nirgends sonst zu lesen bekommt.

Zudem ist das Thema Förderung für Dachbegrünungen bespickt mit Ausnahmen und Richtlinien, welche das Interesse an einem geförderten Gründach erstmal drücken. Mit einer Abhandlung à la „Mit einem Gründach haben Sie tolle Fördermöglichkeiten, sprechen Sie uns an!“ werden Sie zwar zu einem Verkaufsgespräch eingeladen, aber nicht unbedingt zu Ihren Gunsten informiert. Das widerstrebt dem selbst auferlegten Bildungsauftrag dieses Blogs. Darum erwartet den interessierten Leser mit den folgenden Zeilen ein entmystifizierender Lehrgang zum Thema „Förderung“ für Dachbegrünungen in Bremen.

Warum fördert die Stadt Bremen Gründacher?

Wie immer im Leben sollte man stets die Quelle hinterfragen. Vor allem, wenn es Geld zu “verschenken” gibt. Wie bei allen Förderungen unterliegt der Fördergedanke einer politischen Agenda. Während bei KfW-Förderungen primär die Bauwirtschaft und die Reduktion der Abhängigkeit von russischen Energie-Rohstoffen gefördert wurde*, so ist das Hauptmotiv bei der Förderung von Dachbegrünungen das Abwasser.

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Mauerabdeckung aus Titan-Zink als Abschluss auf einer neu gedeckten Dachtraufe vor einem Balkon

Mauerabdeckung für Balkon und Dachterrasse

Ohne Mauerabdeckung oder Abdichtung ist das Gestein an Dachterrasse und Balkonmauer eine ideale Bewässerungsanlage für den darunter gedeihenden Schimmel. Viele Hauseigentümer sind mit dieser Methode zu sehr erfolgreichen Schimmelzüchtern geworden. Auch Sie können mit dieser Methode völlig passiv ihre Schimmelsporen im Haus vermehren. Wie das geht, muss ich Ihnen nicht einmal erklären. Lassen Sie ihr Mauerwerk über dem Kopf einfach, wie es ist – offen und wasserempfänglich – das ist der schnellste Weg zum Schimmelreichtum. Sofern Sie sich jedoch für ein Leben als Schimmelasketen interessieren, können Sie gerne weiterlesen.

Schimmelschaden im Wohnraum durch eine undichte Balkonmauer und Balkonoberfläche
Schimmel durch eine Kombi aus undichter Balkonmauer und undichter Balkonoberfläche

Das Ammenmärchen, Fliesen oder übergepinselte Steine seien wasserdicht, hält sich vor allem in den Kreisen von Hauseigentümern beständig. Nun, Paradigmenwechsel können bereits hier beginnen. Gewiss gibt es bedingt wasserfeste Steine wie von Wert aus beschichtete Dachpfannen oder Fliesen, wasserdicht aber sind sie nie. Die wasserabweisende Wirkung dagegen verfliegt nach einigen Jahren. Dann entscheidet die Menge an Wasser und die Beschaffenheit der Unterkonstruktion, wann Wasser im Inneren Hallo sagt. Fakt ist, jeder Stein am Haus zieht Wasser, bis er umfänglich geschützt wurde – ob durch Blech oder einer langlebigen Abdichtungsmasse. 

Gestrichenes Mauerwerk 

Sollte Ihnen also der Makler beim nächsten Hauskauf bescheinigen, dass die Balkone definitiv dicht sind, nur weil sie mit ein wenig Farbe frisch gemacht wurden, unterstellen Sie ihm erst einmal, dass er keine Ahnung hat. Damit fährt man schon einmal sehr gut. Dann gucken Sie sich den Balkon von unten und den Seiten an. Risse im Bauteil sagen mehr als tausend Hochglanzbroschüren

Grau gestrichener Balkon ohne Mauerabdeckung mit Spuren von Undichtigkeit
Typisches Beispiel für einen Balkon ohne Mauerabdeckung und ohne wasserdichte Balkonoberfläche. Die Wasserschäden wurden einfach übergestrichen. Dennoch erkennt der aufmerksame Betrachter die Spuren und leichten Risse der Undichtigkeit.

Einer netter Anstrich ist noch keine Dichtigkeit. Im Gegenteil, wasserfeste Farbe hält die Feuchtigkeit sogar im Mauerwerk und begünstig die Schimmelbildung im Haus. Ein Steingebilde am Haus, das weder von einer Bedachung, einer Hochleistungsabdichtung oder einer Abdeckung in Form eines Titan-Zink-Blechs geschützt ist, gleicht einem Wasserschwamm; je älter, desto mehr Wasser wird gespeichert.

Marode gestrichene Mauerabdeckung an einem Balkon mit porösem Silikon an den Anschlüssen
Poröser Silikonexzess an einer maroden gestrichenen Mauerabdeckung einer Dachloggia

Unfassbar oft kommt es vor, dass bei einem Wasserschaden unterhalb einer maroden Mauerabdeckung diverse Handwerker ratlos bezüglich der Ursache sind. Was nicht sein darf, ist auch nicht. Wenn die Mauerabdeckung mitsamt Silikonexzess an den Details übergepinselt wurde, wirkt das auf den Handwerker anscheinend wie ein Camouflage-Effekt. Er sieht das marode Blech und das poröse Silikon vor lauter abblätternder Farbe nicht. Hinzu kommt, dass die detailreiche Mauerabdeckung in Zeiten des Fachkräftemangels das rote Tuch für jeden Handwerksbetrieb ist. Warum mit nerviger zeitraubender Detailarbeit aufhalten, wenn man woanders Meter machen kann?

Marode gestrichene Mauerabdeckung an einem Balkon mit porösem Silikon an den Geländerstutzen
Für die Kollegen war die Mauerabdeckung noch dicht

Zuverlässiger Schutz fürs Mauerwerk

Marode, wasserdurchlässige Balkonmauer mit Rissen im Mauerwerk und abgeschliffenen Fliesen darunter
Wasser und sein Kompagnon Zeit zerstören jedes Mauerwerk
Mauerabdeckung aus Titan-Zink mit einem Gehrungsschnitt als Abdeckung einer Balkonmauer, die mit Bitumen-Kautschuk abgedichtet wurde
Ein wasserdichter Balkon mit einer wasserdichten Balkonmauer an einem Bremer Mietshaus – Hochleistungsabdichtung mit Verhältnismäßigkeit (Masse schimmert, da noch nicht getrocknet)

 

Bremer Haus in der Neustadt mit zwei Brandmauern je mit Schieferplatten und eine Mauerabdeckung geschützt
Bremer Haus mit zwei Brandmauern – einmal mit Schieferplatten (rechts) und einmal mit einer Mauerabdeckung aus Titan-Zink (links)

Mauerabdeckungen mit Details

Mauerabdeckung aus Titan-Zink für eine Balkonmauer
Mit einer Mauerabdeckung geschützte Balkonmauer auf einem Balkon. Das Vordach wurde in die Balkonmauer eingelassen, sodass diese zusätzlich mit Flüssigkunststoff versiegelt werden mussten

Doch in vielen Fällen gibt es natürlich ein großes Manko zur Anbringung einer Mauerabdeckung. Details. Wenn zum Beispiel die Mauer eines Balkons geschützt werden soll, in das die Stutzen des Balkongeländers oder die Ständer des Daches darüber eingelassen sind, wird es für die meisten Handwerker haarig. Viel Schneiderei, unendlich viele Handgriffe, ein Horror für die Vorab-Kalkulation des Aufwandes. Gleichzeitig will der Kunde kein Vermögen für die Mauerabdeckung ausgeben. Das Minusgeschäft ist somit schon gesetzt. Dadurch werden solche Detailarbeiten gerne als Beiwerk eines größeren Auftrags durchgeführt, ungern jedoch als isolierte Maßnahme. Die Hingabe, die der Handwerksbetrieb – oder in den meisten Fällen dessen Mitarbeiter – für die fummelige Mauerabdeckung an den Tag legt, kann man sich dann denken. Obwohl es sich hier oftmals um die kritischste Stelle handelt, die aus einem Haus eine Tropfsteinhöhle machen kann.

Mauerabdeckung aus Titan-Zink mit diversen Details auf einer Dachterrasse
Hier wurden die Dachterrasse abgedichtet und die dazugehörige Maurer mit einem Titan-Zink-Blech dauerhaft vor Wasser geschützt
 

Ihr Glück ist es, auf diesen Blog gestoßen zu sein. Lesen Sie gerne weiter, denn wir brauchen keine Meter, wir haben uns tatsächlich auf Details im Zuge von grünem und integren Handwerk spezialisiert. Ja, das ist eine Nische, in die man mit der klassischen Gestaltung eines Handwerksbetriebs nicht füllen kann.

Bevor Sie also die bittere Pille der Komplettsanierung schlucken, konsultieren Sie doch mal LaGrand. Wir haben zwar keine überzuckerten Kekse, aber in der Regel effiziente Lösungen.

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Bilder Copyright: ©LaGrand Handwerk GmbH

Solarpanels auf einem Gründach und auf einem Steildach

Die smarte Solaranlage – eine Revolution beginnt

Den Kühlschrank (inkl. Tiefkühlfach), die E-Bikes, alle Akku-Geräte, einen kleinen Backofen und sogar die Waschmaschine mit der eigenen Solaranlage selbst im Falle eines Blackouts betreiben. Den eigenen Stromverbrauch von der Sonne finanzieren lassen. Einen Unterschied im Namen der notwendigen Energiewende machen. Was auch immer der Beweggrund ist – den eigenen Strom per Solarenergie zu erzeugen, hat viele gute Gründe. Doch nicht jeder will oder kann ca. 20.000€ in eine große PV-Anlage investieren. Zumal die Amortisationskalkulation vom Solarbauer oftmals nur mit dem Satz des Utopia zu lösen ist. Wenngleich eine Solaranlage einen schnellen Aufstieg vom Konsumenten zum Prosumenten ermöglicht; mehr ist nicht gleich besser.

“Balkonkraftwerk” oder Inselanlage oder beides?

Der Begriff “Solar-Inselanlage” ist in Deutschland leider (noch) nicht geläufig. Höchstens unter Campern oder in Ländern, in denen durch Naturkatastrophen und infrastrukturelle Instabilität das Vertrauen in das öffentliche Stromnetz (“Big Grid”) im humanitären Desaster enden kann.

Der Begriff “Balkonkraftwerk” dagegen ist auf dem Vormarsch, allerdings irreführend, weil dieses 600Watt-Kraftwerk nicht unbedingt einen Balkon braucht. Ein “Balkonkraftwerk” ist nichts anderes als eine sehr einfache Solaranlage, die aus zwei Solarmodulen, einem Wechselrichter (wandelt Gleichstrom in Wechselstrom bzw. Hausstrom um), Befestigungsmaterial und einem Anschlusskabel besteht. Dieses Kabel muss einfach nur in eine Steckdose eingesteckt werden und schon wird der Hausstrom mit Solarenergie versorgt. Wo die Solarpanels nun angebracht werden, ist für die prinzipielle Funktion unerheblich. Jedoch sollte es schon ein Platz sein, der ganztägig von der Sonne bestrahlt wird. Und dieser befindet sich eher auf dem Dach als am Balkon.

Zwei Solarpanels mit 325WP von Heckert Solar auf einem roten Steildach in Bremen
Solarmodule von Heckert, die unsere Kunden vom Bremer Solidarstrom erhalten haben

Und was ist nun der Unterschied zwischen einem “Balkonkraftwerk” und einer Inselanlage? 

Grundlegender Unterscheidungsfaktor einer Inselanlage ist der Stromspeicher.  Hiermit kann der produzierte Solarstrom für die Nacht oder sonnenarme Tage eingelagert werden. Bei einem “Balkonkraftwerk” dagegen fließt nicht genutzter Strom zum Netzbetreiber – der ihn dann zum regulären Preis verkauft. Vielleicht sogar als Ökostrom mit Premiumaufschlag. An sonnenarmen Tagen wird kaum Strom produziert und wenn die Waschmaschine mit 2.500Watt betrieben wird, dann werden lediglich (theoretisch) 600Watt an Solarstrom genutzt. Die Amortisation eines “Balkonkraftwerks” ist entsprechend schwieriger zu bewerten als die einer Inselanlage. Mit dem auf den Verbrauch zugeschnittenen Speichersystem verbrauchen die Solarproduzenten wirklich ihren gesamten Solarstrom – selbst mit den Leistungsverlusten bei der Speicherung (Blei-Akku ca. 30%, Lithium-Akku ca. 10%).

Die Größe Ihrer Inselanlage ist komplett Ihnen und Ihren räumlichen Möglichkeiten überlassen. Zudem können wir jedes “Balkonkraftwerk” zu einer Inselanlage oder zu einem Hybrid-System machen (siehe Video unten). Letzteres erlaubt eine Einspeisung ins Hausnetz, wobei im Falle eines Blackouts das Balkonkraftwerk weiterhin Strom produziert und direkt in Ihren (tragbaren) Stromspeicher einspeist, mit dem Sie Ihre wichtigsten Verbraucher betreiben können, wenn alles andere ausgefallen ist. 

Lohnt sich nur eine große Solaranlage mit Einspeisung?

Zwei von der Sonne beschienene Solarpanels auf einem Steildach mit zwei Dachfenstern
Der einzig sonnige Platz des Daches wurde voll ausgenutzt

Meines Erachtens lohnt sich eine große Solaranlage (d.h. ab 10 Module) auf einem Privathaus nur bei Vorhandensein einer Wärmepumpe und/oder einem Elektroauto und/oder einem Bitcoin-Mining-System. Zumal bei PV-Anlagen bis 25KiloWatt max. 70% an Einspeisung erfolgen darf. Ohne großen Eigenverbrauch ergibt es somit wenig Sinn, rund 20.000€ auf dem Dach zu parken, damit man diese Investition über Jahrzehnte (mit ca. 6 Cent pro kWh) vom Netzbetreiber zurückbekommt. Hinzu kommen die zu berücksichtigenden Punkte, die vor der Anschaffung einer PV-Anlage bedacht werden sollten:

  • Die Reinigung der PV-Anlage sollte idealerweise jährlich erfolgen, damit Staub und Dreck nicht zwischen Ihnen und der Sonne stehen.
  • Nach ca. 10 Jahren sind die 4.000 Ladezyklen des Solar-Akkus aufgebraucht.
  • Laderegler und Wechselrichter sind ebenfalls nach 10 Jahren an der oberen Grenze Ihrer Lebensdauer.
  • Ggf. müssen einzelne Panels ausgetauscht und Solarkabel saniert werden.
  • Ggf. muss in den Jahrzehnten nach der Installation das Dach saniert werden, sodass die Panels demontiert werden müssen.
  • Moderne Solarpanels halten ca. 40 Jahre. Nach 25 Jahren nimmt der Wirkungsgrad der Panels stetig ab. Die Produktion verringert sich. Jedoch gibt es einen stetig wachsenden Markt für gebrauchte Panels.
  • Eine große Anlage bringt eine gewisse Komplexität mit. Vor allem wenn diese mit dem allgemeinen Stromnetz verbunden ist. Das macht Sie bei Störungen oder Änderungswünschen abhängig von einem Fachbetrieb. Da die Garantie für eine PV-Anlage auf zwei Jahre begrenzt ist, zahlen Sie danach für jeden weiteren Einsatz an Ihrem PV-System.

Bei einer kleinen Solaranlage bleiben die Folgekosten überschaubar. Selbst dann, wenn sich die Amortisation nach hinten zieht; der Stromertrag und die tatsächliche Unabhängigkeit vom Netz (Inselanlage) übertrumpfen die Kosten. 

Warum mangelt es hinsichtlich einer kleinen PV-Inselanlage bzw. einer kleinen Inselanlage an Aufklärung?

Weil eine kleine Solar-(Insel-)anlage für einen Solaranlagenbauer mit Mitarbeitern in der Regel nicht lukrativ ist. Dieser braucht – wie ein Dachdeckerbetrieb mit einigen Mitarbeitern – das ganze Dach, damit es sich lohnt. Ob Ihr Geld dann wirklich verhältnismäßig investiert wurde, bleibt fraglich. Vor allem, wenn unter der neuen Solaranlage ein marodes Dach schlummert, dessen Dachsteine nur noch in Latten hängende Steinschwämme sind.

Dachdecker installiert zwei Solarpanels (Balkonkraftwerk) auf einem verwinkelten Steildach
Je verwinkelter das Dach, desto größer unsere Motivation, es dennoch zum Solardach zu machen

Vorteile einer kleinen Solar-Inselanlage:

  • Je nach Umfang der Inselanlage ist diese ohne utopische Kalkulationen in 10-15 Jahren amortisiert – Solarpanels behalten 20-25 Jahre einen vertretbaren Wirkungsgrad
  • Auch über 600Watt keine Anmelde-/Anzeigepflicht
  • Kein Zählertausch
  • Keine Steuererklärung für das Finanzamt
  • Sie können den Strom verteilen/speichern, wie Sie es wollen – und vor allem komplett nutzen, statt an den Netzbetreiber zu verschenken
  • Mit einer kleinen (Insel-)Anlage können Sie das Thema Solarstrom erst testen, bevor Sie eine größere Solaranlage/Investition angehen
  • Effizienter Austausch bei Defekten oder Optimierungswünschen – Sie haben die Kontrolle über Ihr System
  • Kann in der Regel per PSA (Sicherheitsseil) statt Gerüst installiert werden
  • Bei einer anstehenden Dachsanierung bereitet die Demontage keine Kopfschmerzen
  • Es ist keine große oder eigene Dachfläche vonnöten – sogar als Mieter oder Besitzer einer Eigentumswohnung können Sie Strom produzieren, sofern der Vermieter bzw. die Eigentümergemeinschaft zustimmt

Die Ökonomie hinter einer kleinen Solaranlage

Der Strompreis stieg in den vergangenen 20 Jahren um jährlich 6,4 Prozent. Wendet man hier die Formel für exponentielles Wachstum an und setzt 0,35€ als aktuellen Preis pro kWh an, dann ergibt das in den nächsten fünf Jahren einen Strompreis von 0,48€ pro kWh.

Formel für exponentielles Wachstum beim Strompreis: 0,35(1+0,064)^5 = 0,477€

Und in den letzten 20 Jahren wurde Deutschland kontinuierlich von Russland versorgt. Seit Russlands Einfall in die Ukraine steht hinter der Energieversorgung Deutschlands und vor allem hinter ihrem Preis noch ein großes Fragezeichen. Zumal wir aktuell von einer steilen Inflation begleitet werden. 6,4 Prozent pro Jahr ist somit eine optimistische Annahme. Aber diese Zahl ist fundiert, also kann man mit ihr rechnen.

Zwei Solarpenels als Balkonkraftwerk auf dem Zwerchgiebel eines Daches
Zwerchgiebel verwinkeln ein Dach, doch ihre Dachschenkel sind gerade groß genug für zwei Panels

Bei 1.500 Sonnenstunden pro Jahr im Land Bremen produzieren 2 PV-Panels (z.B. das “Balkonkraftwerk” vom Bremer Solidar-Strom, Heckert Solar mit je 325Wp) auf einem südlich ausgerichteten Dach theoretisch 900 kWh pro Jahr, da 600Watt x 1.500 Stunden Sonne. Da jedoch nicht die ganzen 1.500 Stunden perfekte Einstrahlung und absolute Wolkenlosigkeit besteht, reduziert sich dieser Wert auf realistischere 50%. Das ergibt dann 450kWh/Jahr. Solarbauer und -Verkäufer geben gerne 1kWh pro Wp an, was dann 600Watt pro Jahr ergeben würde. Hiermit werden aber zu hohe Erwartungen geschürt. Unsere Daten aus der Praxis unserer Kunden decken sich mit dem eher pessimistischen Wert von 450 kWh/Jahr. Trotz optimalen Bedingungen werden die 600Watt mit 325Wp-Panels und einem 600Watt-Wechselrichter allein durch den Verlust über Aufheizung und Kabelmeter nie erreicht. Maximal 550Watt für eine Stunde der idealen Einstrahlung.

Wenn wir als Kosten pro Kilowattstunde 0,35€ annehmen, so kommen wir bei 450kWh auf 157,50€ pro Jahr an Stromproduktion. Ansteigend mit den Preissteigerungen der Folgejahre. Sofern Sie 2.500€ für ein “Balkonkraftwerk” inkl. Installation durch einen Fachbetrieb zahlen, so haben Sie in knapp 16 Jahren an Strom produziert, was Sie für die Anlage ausgegeben haben. Da der Wechselrichter in 10 Jahren getauscht werden muss, erhöhen sich die Kosten. Diese sollten sich aber mit den zukünftigen Erhöhungen bei den Stromkosten ausgleichen.

Maximale Leistung pro Solarzelle

Aus den oben genannten Gründen verbauen wir nur 410Wp-Panels und halten die Kabel so kurz wie möglich. Trotz Drosselung auf 600Watt erhalten unsere Kunden hierdurch einen höheren Durchschnittsertrag an Solarenergie. Auf Flachdächern installieren wir idealerweise auch ein Gründach, bevor die Panels kommen. Das Gründach kühlt die Panels von unten und stabilisiert den Wirkungsgrad, während gleichzeitig die tatsächliche Lebensdauer der Solarmodule erhöht wird. Unsere Erfahrungswerte aus diversen Handwerks- und Wissenschaftsdisziplinen ermöglichen uns, die größtmögliche Energiegewinnung und Haltbarkeit der Solaranlagen zu erreichen. Auch nach Ablauf der zweijährigen Garantie. Kundenservice hat bei LaGrand® keine Deadline.

 

Zwei Solarpanels horizontal auf einem Steildach verlegt, vor dem sich eine Flachdach befindet
Das Flachdach wollte der Kunde nicht weiter beschweren, also mussten die Solarpanels aufs Steildach. Platz genug hatten wir ja.

Größter Nachteil des “Balkonkraftwerks”

Nun besteht beim herkömmlichen “Balkonkraftwerk” das Manko, dass Sie nicht speichern können. Somit verschenken Sie jede kWh, die Sie nicht selbst verbrauchen an den Netzbetreiber. Und Sie müssen eigentlich jede Sonnenstunde nutzen, damit Sie die Amortisationszeit reinholen. Zumal die Nacht und dunkle Tage im Winter schon einmal komplett entfallen. Das Amortisationsszenario entspricht üblicherweise nicht der Realität. Man kann seinen Stromverbrauch nicht immer nach dem Wetter takten. Und Sie können sich hier nicht einmal mit der Unabhängigkeit vom Stromnetz trösten. Sollte es einen flächendeckenden Stromausfall geben, so haben Sie trotz Solaranlage keinen Strom. Das “Balkonkraftwerk” funktioniert nur, wenn auch der Hausstrom funktioniert. Gewiss könnte man die Solarpanels in einem solchen Szenario vom Hausstrom trennen und per Laderegler in einen Stromspeicher führen, aus dem man per Spannungswandler seine Verbraucher betreiben kann. Doch im Falle eines Blackouts wird sich die Suche nach jemandem, der diese Umstellung (kurzfristig) übernehmen kann, als besonders schwierig herausstellen.

Wie auch immer die Amortisationszeit einer kleinen Anlage ausfällt, nur mit einer Inselanlage (d.h. mit netzunabhängiger Speicherung) können Sie diese wirklich erreichen. Zudem haben Sie weiterhin Strom, wenn das große Netz einmal versagen sollte. Allein das kegelt jede Amortisationskalkulation raus. Immerhin ist diese tatsächliche Unabhängigkeit – neben der sauberen Energieproduktion – mein größter Beweggrund für eigenen Solarstrom. Dieses Backup kann sich als unbezahlbar herausstellen. Lesen Sie sich bei Interesse unbedingt den Blogpost zu unseren Stromspeichern aus totgeglaubten E-Bike-Akkus und Autobatterien.

Übrigens wird auch das Wassernetz per Strom betrieben. Es besteht für diesen Fall bei den Wasserwerken eine Notversorgung. Je nach Dauer des Blackouts ist aber auch diese irgendwann erschöpft. Sollte also wirklich mal der Strom für längere Zeit ausfallen, füllen Sie in diesem Szenario (oder besser vorher) Ihre Wasserreserven auf. 

Kleine Solaranlage, große Energie-Sicherheit

Wenn Sie also schon von Ihrem Elektriker, dem allwissenden Nachbarn oder Bekannten hinsichtlich Solaranlage gehört haben, dass sich “alles unter 2KW nicht lohnt” und das ganz ernüchtert hingenommen haben, dann sind Sie bei LaGrand® richtig. Hier erhalten Sie das Gegenteil von “geht nicht” oder “bringt nichts”. Eine kleine Solaranlage macht nicht nur objektiv, sondern vor allem emotional einen großen Unterschied – insbesondere als Inselanlage. Frühestens dann, wenn Sie mit Ihrem selbst produzierten Strom dauerhaft Ihre wichtigsten Geräte betreiben können und zum ersten Mal das Gefühl von autarker Energie-Sicherheit verspüren.

Solarstrom-Speicher

Stromspeicher von LaGrand mit Lithium-Ionen-Akkuzellen, Spannungswandler und Ladegerät in einer Holzkiste
Hier befinden sich 3,3kWh in einer ausrangierten Militärbox aus Holz (brandschutzimprägniertem). Die Zellen stammen aus “defekten” E-Bike-Akkus

Es muss nicht entweder oder sein. Somit spricht nichts dagegen, ein 600Watt-“Balkonkraftwerk” parallel zu einer Inselanlage zu betreiben (Hybridsystem). Dann haben Sie einen solarversorgten Hausstrom und verfügen dennoch über Ihre eigene Solarstrom-Speicherung. Die Aufladung der Solarspeichers kann direkt über die Panels oder per Steckdose erfolgen.

LaGrand® erarbeitet für jede Begebenheit eine Lösung. Ob eine Kombi oder eine reine Inselanlage, durch unsere individuell konzipierten Solar-Stromspeicher gibt es nur wenige Faktoren, die Ihre Evolution zum Prosumer verhindern. Lassen Sie uns also einfach ins Gespräch gehen und wir sehen, was bei Ihnen an Wertgestaltung möglich ist. Ich freue mich auf Ihre Anfrage. Auf unserer Seite zum Balkonkraftwerk finden Sie die Links, mit denen Sie unsere empfohlenen Panels und Wechselrichter kaufen können.

Maroder Schornstein mit Einsturzgefahr in Bremen Schwachhausen

Schornstein sanieren – die 18.000€-Falle

Ein Schornstein an einem Bremer Haus ist schon ein interessantes Bauteil. Dachdecker geben sich (idealerweise) größte Mühe, das Dach absolut fachgerecht zu sanieren. Keine Stelle darf Wasser ins Unterdach passieren lassen. Alles muss in die Regenrinne entwässert werden. Es kommen smarte (diffusionsoffene) Dachbahnen, eine Konterlattung und High-End Dachpfannen (Beton) oder Dachziegel (Ton) zum Einsatz, die natürlich geklammert und verschraubt werden (sollten), damit eine spätere Wartung oder Ursachensuche im Schadenfall umso aufwendiger wird. Zudem werden unzählige Dichtungsmassen angewendet, damit alles schön dicht wird. Am Ende ist das neue Dach drauf, alle sind stolz; der Kunde zahlt und glaubt, endlich ein sicheres Dach überm Kopf zu haben.

Schaut man aber genauer hin, fällt dem kritischen Betrachter am neuen Dach etwas Merkwürdiges auf. Das Dach ist komplett neu, aber der alte Schornstein ragt immer noch prächtig nackt in die Höhe wie zuvor. Auf die Verkleidung des Schornsteins hat entweder der Dachdecker oder der Kunde verzichtet. Entweder aus optischen oder finanziellen Gründen. Ein klassischer Fall von „am falschen Ende gespart“.

Neues rotes Dach mit altem Schornstein aus Backsteinen

Den Schornstein im alten Zustand zu lassen, obwohl das Dach erneuert wurde, ist noch fragwürdiger, als würde man die Fassade mit WDVS dämmen (Wärmedämmverbundsystem – ja, das haben die wirklich so getauft), doch die 100 Jahre alte Haustür drin lassen.

Warum ist es fahrlässig, das Dach zu erneuern, ohne den alten Schornstein zu sanieren?

Weil ein alter Schornstein ein Wassermagnet ist, der sich vollsaugt wie ein Schwamm und das Wasser an jeder neuen Bleischürze vorbeischleust wie Viehtransporter rauchbaren Rollrasen aus Holland. Schließlich werden 9,5 von 10 Kappleisten am Schornstein mit Silikon abgedichtet. Das wiederum wird schon nach 2 Jahren porös und löst sich vom Schornstein ab. Das ist dann so als würde man annehmen, die 2 Flaschen Bier im Festzelt laufen langsamer bis zur Blase, weil man den Gürtel enger geschnallt hat. Man stolpert bestenfalls nicht über die eigene Hose, wenn man im halben Bewusstsein ein öffentliches Toilettenrohr sucht.

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